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Prozess wegen Anschlagsplänen auf US-Basis Fort Hood

AFP VOM 23.5.2012 | Nachrichten - Allgemein | 680 Aufrufe
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Anschlagspläne, Fort Hood, Soldaten

Soldat wollte offenbar nach Amoklauf Bombe zünden

In den USA muss sich ein Soldat vor Gericht verantworten, weil er rund zwei Jahre nach dem tödlichen Amoklauf auf dem Militärstützpunkt Fort Hood einen Anschlag auf dort stationierte Soldaten geplant haben soll. Zum Prozessauftakt sagte ein Zeuge aus, der Angeklagte Naser Jason Abdo habe ihm erzählt, er wolle mit dem Angriff seine Unterstützung für den palästinensischstämmigen Militärpsychiater Nidal Malik Hasan zum Ausdruck bringen. Dieser hatte auf dem Stützpunkt im November 2009 zwölf Soldaten und einen Zivilisten erschossen.

Abdo war im vergangenen Juli in der texanischen Stadt Killeen nahe Fort Hood festgenommen worden, wo die Polizei in seinem Motelzimmer Material zum Bau von Bomben gefunden hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft im vor, einen Anschlag auf ein bei Soldaten beliebtes China-Restaurant in der Nähe des Stützpunkts geplant zu haben. Dort wollte er demnach zunächst eine Bombe zünden und dann fliehende Soldaten und Zivilisten erschießen. Aus Sicht der Verteidigung gibt es jedoch keine Beweise dafür, dass der Angeklagte wirklich jemanden töten wollte. Zudem macht sie geltend, dass Abdo nie eine Bombe gebaut habe.

Der Soldat hatte vor seiner Festnahme seinen Stützpunkt im US-Bundesstaat Kentucky ohne Erlaubnis verlassen. Zuvor hatte er nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus Gewissensgründen Einspruch gegen seine Verlegung nach Afghanistan eingelegt, weil er nicht auf andere Muslime habe schießen wollen.

© AFP Agence France-Presse GmbH 2012



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