
Mit der Anklageverlesung und zahlreichen Anträgen der Verteidigung hat am Mittwoch der neue Prozess um den siebenfachen Mord von Sittensen begonnen. Die Anwälte der fünf Angeklagten rügten unter anderem die Besetzung der Schwurgerichtskammer, wie ein Sprecher des Landgerichts Stade sagte. Sie seien der Auffassung, andere Richter müssten über den Fall entscheiden. Auch habe die Verteidigung wegen der Verfahrensdauer eine Aufhebung der Haftbefehle für ihre Mandanten beantragt. Die Entscheidung darüber habe die Kammer jedoch zunächst zurückgestellt.
Die fünf Männer vietnamesischer Herkunft sollen im Februar 2007 in dem Sittenser China-Restaurant "Lin Yue" das Inhaberehepaar und fünf Mitarbeiter beraubt und erschossen haben. Sie verweigerten am Mittwoch weiter die Aussage. Ein erster Prozess war im Dezember wegen der schweren Erkrankung einer beteiligten Richterin nach vier Monaten abgebrochen worden. Für die Neuauflage sind zunächst 52 Verhandlungstage angesetzt, weiter geht es am Donnerstag.
9. Januar 2008 - 15.57 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2008
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