Prozess gegen mutmaßliche El-Kaida-Terroristen im Jemen
AFP VOM 6.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1110 Aufrufe Mehr zum Thema:Terror, Folter
Gruppe soll zahlreiche Anschläge begangen haben
Vor einem Anti-Terror-Tribunal in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hat der Prozess gegen zehn mutmaßliche El-Kaida-Attentäter begonnen. Der Gruppe wird vorgeworfen, im April 2008 einen Anschlag auf das Büro der kanadischen Ölfirma Nexen in Sanaa begangen zu haben, wie der stellvertretende Generalstaatsanwalt mitteilte. Bei dem Attentat hatte es keine Opfer gegeben. Darüber hinaus sollen die Männer Anschläge auf Armee und Sicherheitskräfte sowie auf eine Wechselstube begangen haben und zudem den Sohn eines Stammeschefs entführt haben.
Die Angeklagten im Alter zwischen 25 und 40 Jahren verweigerten bei der Anhörung die Aussage. "Das ist ein unrechtmäßiges Tribunal, das Ende des Regimes ist nahe", erklärte der Angeklagte Badr Ahmed Mohamed, der wie seine Mitangeklagten angab, während der Haft gefoltert worden zu sein. Den Richter bezeichnete er als "Agenten im Dienste der USA". Wegen des von den Beschuldigten im Saal ausgelösten Chaos' musste der Richter die Sitzung unterbrechen. Der Prozess soll am Montag fortgesetzt werden. Die Angeklagten sollen dann getrennt und jeweils zu zweit in den Saal geführt werden.
Im Jemen sind derzeit mehrere Verfahren gegen mutmaßliche El-Kaida-Mitglieder anhängig. Mit Unterstützung der USA hat sich das Land dem Kampf gegen das Terrornetzwerk von Osama bin Laden verschrieben, das im Jemen zunehmend aktiv ist.
06.02.2011 - 14:31 Uhr


