In Spanien hat am Donnerstag ein Prozess gegen elf Terrorverdächtige begonnen, die Selbstmordanschläge auf die U-Bahn in Barcelona geplant haben sollen. Die mutmaßlichen Islamisten, die aus Pakistan und Indien stammen, müssen sich wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor Gericht verantworten. Laut Anklage waren sie kurz davor, die "technische Fähigkeit" zur Herstellung von Sprengstoff zu erlangen. Der Hauptverdächtige Maroof Ahmed Mirza verweigerte am ersten Verhandlungstag die Aussage. Zwei seiner Mitangeklagten wiesen die Vorwürfe zurück. Einer der Männer sagte, er habe "mehr Respekt für Spanien als für Pakistan" und sei zu "100 Prozent gegen gewalttätige Islamisten".
Die Anklage stützt sich weitgehend auf die Aussagen eines Zeugen, der ebenfalls der selben Terrorzelle angehört haben soll. Die spanische Polizei hatte zehn der Angeklagten im Januar 2008 bei Razzien in Barcelona festgenommen, bei denen die Beamten auch Material zur Herstellung von Sprengstoff fanden. Ein weiterer Verdächtiger wurde fünf Monate später in den Niederlanden festgenommen.
12. November 2009 - 22.41 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2009
