Prozess gegen Michael Jacksons Leibarzt wird im Fernsehen übertragen
AFP VOM 9.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 876 Aufrufe Mehr zum Thema:Jackson, Murray, Arzt
Mediziner Murray wird fahrlässige Tötung zur Last gelegt
Der Prozess gegen den Leibarzt von Michael Jackson wird im Fernsehen übertragen werden. Das entschied die kalifornische Justiz, wie Richter Michael E. Pastor vom Obersten Gericht in Los Angeles am Dienstag erklärte. Der Beginn der Anhörungen sei zudem um einige Tage auf den 24. März vorgezogen worden. Der Prozess, in dem sich Murray wegen fahrlässiger Tötung verantworten muss, wird voraussichtlich sechs Wochen dauern.
Murray erklärte sich nicht schuldig im Sinne der Anklage, die ihm wegen der Verabreichung von Narkosemitteln an Jackson fahrlässige Tötung zur Last legt. Der Arzt wies jede Verantwortung für den Tod des Popstars zurück. Dem 57-jährigen Mediziner, der Jackson in seinen letzten Lebensstunden betreute, drohen bis zu vier Jahre Haft.
Jackson war im Juni 2009 im Alter von 50 Jahren gestorben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte Murray seinem unter Schlafstörungen leidenden Patienten das Narkosemittel Propofol, das eigentlich nur für Operationen in Krankenhäusern genutzt wird, verabreicht und den Raum verlassen.
Murray hatte zugegeben, Jackson das Narkosemittel verabreicht zu haben. Er bestand aber darauf, dass dies auf den ausdrücklichen Wunsch des Musikers geschehen sei und die verabreichte Menge nicht zum Tod habe führen können. Seine Verteidigung hatte in einer Voranhörung argumentiert, Jackson habe sich womöglich selbst eine Extradosis Propofol gegeben, als Murray den Raum verlassen hatte.
09.02.2011 - 03:01 Uhr


