Prozess gegen Französin in Teheran fortgesetzt
AFP VOM 17.11.2009 | Nachrichten - International | 1033 Aufrufe Mehr zum Thema:Iran, Oppositionelle
24-Jährige darf nach Anhörung zurück in Botschaft
Vor dem Revolutionsgericht in Teheran ist der Prozess gegen die Französin Clotilde Reiss fortgesetzt worden. Nach ihrer Anhörung vor Gericht durfte die nach den Protesten gegen die Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad angeklagte 24-Jährige in die französische Botschaft in Teheran zurückkehren. Das sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Paris.
Ein Urteil wurde nicht gesprochen, französische Regierungsvertreter schließen nicht aus, dass Reiss bald erneut vor Gericht erscheinen muss. "Wir wollen, dass sie freigesprochen wird und nach Frankreich zurückkehren darf", sagte der Außenamtssprecher.
Die Frau, die an der Universität Isfahan gearbeitet hatte, war am 1. Juli festgenommen worden. Die iranische Justiz wirft ihr vor, die "Aufrührer" der Proteste ermutigt zu haben. Sie hatte Bilder von den Protesten gemacht und diese per Email an Freunde geschickt.
Mitte August konnte Reiss gegen Kaution das Gefängnis verlassen, muss sich seither aber in der französischen Botschaft für den Prozess bereithalten. Frankreich hatte vom Iran Garantien verlangt, dass Reiss nach ihrer Anhörung wieder in die Botschaft zurückkehren könne; Teheran hatte dies zurückgewiesen. Der Fall führte zu einer weiteren Verschlechterung der ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Paris und Teheran.
17. November 2009 - 14.50 Uhr
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