
Der Prozess gegen den früheren Chef der Westdeutschen Landesbank (WestLB), Jürgen Sengera, wegen spektakulärer Fehlinvestition wird nicht vorzeitig beendet. Das Düsseldorfer Landgericht wies die Anträge der Verteidigung als unbegründet ab, das Verfahren wegen angeblicher Formfehler einzustellen. Die Anwälte hatten argumentiert, dass Übersetzungen wichtiger englischer Dokumente in der Anklageschrift gefehlt hätten und die Staatsanwaltschaft ihren Untreuevorwurf nicht ausreichend begründet habe.
Die Anklage wirft dem heute 64-jährigen Sengera vor, im Dezember 1999 als zuständiger Vorstand dem britischen Fernsehverleiher Boxclever einen Milliardenkredit ohne ausreichende Prüfung bewilligt zu haben. Die Insolvenz von Boxclever hatte die WestLB in eine schwere finanzielle Schieflage gebracht.
10. Januar 2008 - 16.56 Uhr
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