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Prozess gegen Ex-Chefermittler im Fall Maddie vertagt

AFP VOM 11.12.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 985 Aufrufe
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Maddie

Eltern reisten zum Prozessauftakt nach Portugal

Zweieinhalb Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden der kleinen Madeleine McCann in Portugal hat in Lissabon der Prozess gegen den ehemaligen Chefermittler begonnen. Zum Prozessauftakt reisten auch Maddies Eltern Kate und Gerry McCann aus Großbritannien an. Die Richter vertagten die Verhandlung jedoch auf den 12. Januar, weil der Anwalt des ehemaligen Polizeichefs Goncalo Amaral nicht vor Gericht erschienen war.

Kate McCann sagte, sie sei trotzdem nicht enttäuscht. Die einstweilige Verfügung, die den Verkauf von Amarals Buch über den Fall verbietet, bleibe schließlich in Kraft. Amaral hatte nach dem Verschwinden von Maddie im Mai 2007 die Ermittlungen geleitet und die Eltern im September desselben Jahres zu Verdächtigen erklärt. Einen Monat später wurde ihm der Fall abgenommen.

Im Juli 2008 erklärten die neuen Ermittler, dass die McCanns nicht länger als Verdächtige gelten. Amaral hält die Eltern jedoch weiter für die Hauptverdächtigen und geht davon aus, dass Maddie im Ferienappartement der McCanns gestorben ist. Diese Sichtweise vertritt er auch in seinem Buch "Die Wahrheit der Lüge". Die McCanns werfen ihm nun Verleumdung vor und verlangen 1,2 Millionen Euro Entschädigung.

Maddie war kurz vor ihrem vierten Geburtstag unter ungeklärten Umständen aus der Wohnung ihrer Familie in einer Ferienanlage an der portugiesischen Algarveküste verschwunden. Bis heute fehlt jede Spur von der Kleinen, ihre Familie lässt weiter durch private Ermittler nach ihr suchen.

11. Dezember 2009 - 15.22 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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