
Im Prozess gegen die US-Sängerin Britney Spears wegen Fahrens ohne Führerschein haben die Geschworenen ihre Beratungen ergebnislos vertagt. Die zwölfköpfige Jury werde am Montag wieder zusammenkommen, teilte das Gericht bei Los Angeles am Freitag mit. Zuvor hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung in dem zweitägigen Prozess ihre Plädoyers gehalten. Laut Anklage fuhr die 26-jährige Popsängerin mit einem Führerschein des Bundesstaates Louisiana durch Kalifornien, das eine eigene Fahrerlaubnis verlangt
Ein Vertreter des kalifornischen Kraftfahrzeugamts bestätigte, dass der ehemalige Teenie-Star in Beverly Hills gemeldet war. Spears' Anwalt Michael Flanagan argumentierte dagegen, seine Mandantin sei zwar in Kalifornien gemeldet - doch liege das nur an dem langwierigen Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Kevin Federline. Ursprünglich habe sie geplant, so rasch wie möglich nach Louisiana zurückzukehren.
Paparazzi hatten Spears im August 2007 gefilmt und fotografiert, wie sie auf einem Parkplatz ein Auto leicht rammte und einfach weiterfuhr. Eine Anklage wegen Fahrerflucht wurde fallengelassen, doch der Vorfall brachte ans Tageslicht, dass sie keinen kalifornischen Führerschein besaß. Die Ordnungswidrigkeit kann mit Gefängnis oder Geldbuße geahndet werden, doch gilt eine Haftstrafe als wenig wahrscheinlich. Eine außergerichtliche Einigung hatte Spears zuvor abgelehnt. In dem Prozess lässt sie sich durch ihren Anwalt vertreten.
18. Oktober 2008 - 04.46 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2008

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