Prozess um Anschläge in Mumbai nach Geständnis vertagt
AFP VOM 21.7.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 831 Aufrufe Mehr zum Thema:Terror
Staatsanwaltschaft soll Zeit für angemessene Reaktion bekommen
Einen Tag nach dem überraschenden Geständnis des mutmaßlich einzigen überlebenden Attentäters der Anschläge von Mumbai hat das Gericht den Prozess vertagt. Die Staatsanwaltschaft solle bis Mittwoch Zeit haben, auf das Schuldeingeständnis von Mohammed Ajmal Amir Iman angemessen zu reagieren, sagte der Richter des Sondertribunals in Mumbai am Dienstag. So müsse geklärt werden, ob das Geständnis sich auf alle Anklagepunkte gegen den 21-jährigen Pakistaner beziehe und wie die Staatsanwaltschaft den Prozess weiterführen wolle.
Vor der Vertagung des Prozesses machte der auch als Kasab bekannte Angeklagte weitere Aussagen zu seiner Rolle bei den Anschlägen. Er habe mit einem Komplizen im Hauptbahnhof der Stadt Geiseln nehmen und "auf jeden schießen" sollen, der sich näherte. Der Angriff auf den Hauptbahnhof war die blutigste Episode bei den Anschlägen auf eine Reihe von Zielen in Mumbai, bei denen Ende November 174 Menschen getötet worden waren, unter ihnen neun der zehn mutmaßlichen Attentäter. Kasab hatte bisher alle 86 gegen ihn erhobenen Anklagepunkte wie "kriegerische Handlungen" gegen Indien, Mord und Entführung zurückgewiesen.
21. Juli 2009 - 15.09 Uhr
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