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Probejahr Alg2

4.1.2016 Thema abonnieren Zum Thema: ALG2
 Von 
fb431664-4
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 8x hilfreich)
Probejahr Alg2

Mein Freund hat Arbeit und 2 Kinder für die er Unterhalt bezahlt, ich bin Alleinerzihend mit 1 Kind. Wir möchten jetzt gern zusammen in eine 4 Raum Wohnung ziehen, seine Kinder würden sich am Wochenende ein Zimmer teilen und meine Tochter bekommt ein Zimmer. Ich beantrage beim Amt das Probejahr?! Mietvertrag mit Unterschreiben oder nicht? was ist bei der Wohnungsauswahl zu beachten? Angenommen ich bekomme in den 1 Jahr keine feste Arbeit und möchte weiterhin nicht von meinen Freund mich abhängig machen gibt es da ne Möglichkeit weiter Geld vom Amt zu bekommen?

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ALG2


12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Heiliger
(21522 Beiträge, 11432x hilfreich)

Bei Kindern im Haushalt gibt es kein Probejahr.

Signatur: Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!
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#2
 Von 
fb431664-4
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 8x hilfreich)

auch nicht wenn es NICHT unsere gemeinsamen sind?

-- Editiert von fb431664-4 am 04.01.2016 23:04

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Heiliger
(21522 Beiträge, 11432x hilfreich)

Ganz genau - der Gesetzgeber führt das extra noch neben der Versorgung gemeinsamer Kinder auf.

Signatur: Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!
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#4
 Von 
fb431664-4
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 8x hilfreich)

das ist mir neu. Wo kann ich das nachlesen?

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#5
 Von 
muemmel
Status:
Heiliger
(21522 Beiträge, 11432x hilfreich)
Signatur: Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!
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#6
 Von 
fb431664-4
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 8x hilfreich)

mein kind wird doch aber nur von mir versorgt

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#7
 Von 
muemmel
Status:
Heiliger
(21522 Beiträge, 11432x hilfreich)

Mit versorgen ist hier "sich drum kümmern" gemeint, nicht "dafür bezahlen". Und wie Sie das dann zu beweisen gedenken - ich bin gespannt...

Signatur: Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!
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#8
 Von 
fb431664-4
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 8x hilfreich)

ich bezahle doch nicht für mein kind sondern hab es doch bei mir und muss es ja versorgen

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#9
 Von 
muemmel
Status:
Heiliger
(21522 Beiträge, 11432x hilfreich)

Sie wollen es nicht glauben? Na dann probieren Sie es halt aus, wenn Sie die Rechtslage soviel besser kennen als ich...

Signatur: Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!
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#10
 Von 
fb431664-4
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 8x hilfreich)

Ein wechselseitiger Wille, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen, wird vermutet, wenn Partner Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder.

ICH VERSORGE Mein kind doch selbst und erst nach dem Probejahr wäre man eine BG

-- Editiert von fb431664-4 am 05.01.2016 00:58

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#11
 Von 
fb367463-2
Status:
Lehrling
(1778 Beiträge, 942x hilfreich)

Man könnte schreiben "wenn irgendein Partner irgendein Kind versorgt" - Wer wessen Kind(er) versorgt, ist dabei egal.

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#12
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11312 Beiträge, 3378x hilfreich)

@muemmel:

Das Jobcenter wird in der Tat genau so argumentieren wie Du. Rechtlich korrekt ist das aber nicht zwingend.

@fb:

Was ich jetzt schreibe ist nicht ironisch oder irgendwie negativ gegen Dich gemeint, sondern resultiert ganz einfach aus der praktischen Erfahrung im Umgang mit dem Jobcenter:

Wenn Du es Dir leisten kannst, mindestens für einige Monate, im schlimsten Fall auch für 2 Jahre oder mehr, ohne Leistungen für Dich und Dein Kind zu bleiben, dann probier es aus. Bei der Argumentation gegenüber dem Jobcenter würde ich dir ggf. helfen, ohne aber garantieren zu können, dass Du dann auch Recht bekommst.

Wenn Du Dir das nicht leisten kannst, dann wartet mit dem Zusammenziehen besser, bis Du Arbeit hast und Deinen Lebensunterhalt selbst sicherstellen kannst. Denn die Realität ist leider, dass das Jobcenter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Beginn an eine Bedarfsgemeinschaft mit Deinem Freund unterstellen und dessen Einkommen auf Deinen Leistungsanspruch anrechnen wird. Ob dann trotzdem noch ein ergänzender Leistungsanspruch für Euch gemeinsam besteht, kann ich mangels Kenntnis der Einkommenssituation nicht sagen.

Gegen diese Entscheidung des Jobcenters müsstest Du Widerspruch einlegen, ggf. ein sozialgerichtliches Eilverfahren führen und gegen eine ablehnende Widerspruchsentscheidung Klage erheben. Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung im Klageverfahren dürften allein in der 1.Instanz alles in allem rund 2 Jahre vergehen (inkl. Antrags- und Widerspruchsverfahren). Ob das Ganze dann positiv für Dich ausgeht, ist auch keineswegs sicher. Die Erfolgschancen würde ich als 50 : 50 einschätzen, wenn Ihr von Beginn an alles richtig macht.

Wie gesagt, wenn Du diesen definitiv schwierigen, ungewissen und nervenaufreibenden Weg gehen willst, lass es mich wissen, dann sehen wir weiter.

Gruß,

Axel

Signatur:Ausführliche Infos zu ALG II finden Sie auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info
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