Presse: 9/11-Drahtzieher könnten doch vor US-Militärgericht kommen
AFP VOM 5.3.2010 | Nachrichten - International | 612 Aufrufe Mehr zum Thema:Terror, 9/11
Weißes Haus erwägt juristische Kehrtwende
Das Weiße Haus erwägt einem Zeitungsbericht zufolge eine Kehrtwende in seinen Plänen, die mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 um den Hauptverdächtigen Khalid Sheikh Mohammed vor einem Zivilgericht in New York aburteilen zu lassen. Hochrangige Mitarbeiter von US-Präsident Barack Obama planten eine Empfehlung, die Terrorverdächtigen nun doch vor ein Militärgericht zu bringen, berichtete die "Washington Post" am Freitag. Einer der Gründe sei der starke Widerstand im Kongress gegen ein Zivilverfahren.
Ein Sprecher des Weißen Hauses wollte den Bericht auf AFP-Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Es sei noch keine Entscheidung gefallen, sagte er. Dem Bericht zufolge hätte Obama bei einer Entscheidung für ein Militärverfahren mehr Chancen darauf, dass ihm der Kongress die Finanzmittel für die geplante Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba bewilligt.
US-Justizminister Eric Holder hatte im vergangenen Jahr angekündigt, dass den mutmaßlichen Drahtziehern entgegen früheren Planungen doch ein ordentlicher Zivilprozess gemacht werden solle - und zwar nahe dem Ort der Anschläge in New York. Von der Metropole als Prozessort rückte Holder kürzlich wieder ab und verwies auf die enormen Sicherheitsvorkehrungen, die ein solches Verfahren im Herzen von New York erfordern würde. Derzeit sitzen die Verdächtigen noch in Guantanamo ein.
5. März 2010 - 17.24 Uhr
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