Die portugiesische Justiz will zwei mutmaßliche Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation ETA an Spanien ausliefern. Das kündigte ein Berufungsgericht in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon am Donnerstag an. Die beiden per europäischem Haftbefehl gesuchten Verdächtigen waren am 10. Januar in Torre de Moncorvo im Norden Portugals festgenommen worden, kurz nachdem sie einer spanischen Polizeikontrolle entkommen waren.
Die beiden mutmaßlichen ETA-Mitglieder kamen daraufhin nach Angaben ihres Anwalts unter anderem wegen des Verdachts auf terroristische Aktivitäten, Dokumentenfälschung und Diebstahl in Lissabon in Untersuchungshaft. Spanien beantragte schließlich den europäischen Haftbefehl.
Die von der EU und den USA als Terrororganisation eingestufte ETA kämpft seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs. Das spanische Innenministerium befürchtet, dass die ETA Teile ihrer Organisation zunehmend nach Portugal verlegt.
25. Februar 2010 - 19.42 Uhr
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