Drei Monate nach dem Aufsehen erregenden Diebstahl des Schriftzugs aus dem NS-Konzentrationslager Auschwitz hat ein Gericht im südpolnischen Krakau mehrere Täter zu Gefängnisstrafen verurteilt. Drei der fünf Festgenommenen erhielten Haftstrafen zwischen anderthalb und zweieinhalb Jahren, wie die polnische Nachrichtenagentur PAP meldete. Außerdem müssen sie 10.000 Zlotys (2580 Euro) zahlen. Die Männer waren geständig. Die Berufung gegen das Urteil steht ihnen offen.
Der aus Eisen geformte, fünf Meter lange Schriftzug "Arbeit macht frei" war in der Nacht zum 18. Dezember gestohlen worden. Wenige Tage später fand die Polizei den in drei Teile zerlegten Schriftzug in Nordpolen und nahm fünf polnische Verdächtige fest. Ende Januar erhielt das Auschwitz-Museum den Schriftzug zurück. Der Diebstahl hatte in Polen, Deutschland, Israel und in jüdischen Gemeinden in aller Welt Empörung hervorgerufen.
Im NS-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurden zwischen 1940 und 1945 etwa 1,1 Millionen Menschen, davon eine Million Juden, ermordet.
18. März 2010 - 15.08 Uhr
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