Polnische Adelsfamilie für Abriss ihres Palastes 1963 entschädigt
AFP VOM 29.12.2009 | Nachrichten - International | 1389 Aufrufe Mehr zum Thema:Auf dem Grundstück wurde neue US-Botschaft errichtet
Eine polnische Adelsfamilie wird für den Abriss ihres Palastes in Warschau im Jahr 1963 mit umgerechnet 1,35 Millionen Euro entschädigt. Wie die polnische Nachrichtenagentur PAP am Dienstag berichtete, urteilte ein Regionalgericht in Warschau, dass der polnische Staat für die Zahlungen an die Familie Czetwertynski aufkommen soll. In einem separaten Verfahren fordert die Adelsfamilie zudem eine Entschädigung für ihr rund ein Hektar großes Grundstück, das 1956 von der kommunistischen Führung beschlagnahmt und der US-Regierung überlassen worden war. Die Familie war damals enteignet worden, weil der Vater angeblich für die USA spionierte.
Der Palast der Familie war damals abgerissen worden, um auf dem Gelände eine neue US-Botschaft zu errichten. Die Familie Czetwertynski hatte in den vergangenen Jahren immer wieder vor der ganz aus Metall und Glas gebauten Botschaft in Warschau demonstriert, um Entschädigungszahlungen zu erzwingen. Die Familie Czetwertynski ist eine von vielen adligen Familien in Osteuropa, die darum kämpfen, ihre von den kommunistischen Regierungen nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten Paläste und Grundstücke zurückzubekommen.
29. Dezember 2009 - 19.05 Uhr
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