Polizist wegen Todes von Regierungsgegnern zum Tode verurteilt
AFP VOM 22.5.2011 | Nachrichten - Allgemein | 577 Aufrufe Mehr zum Thema:Polizist, Demonstranten
Erstes Urteil gegen Vertreter der Sicherheitskräfte in Ägypten
In Ägypten ist ein Polizist zum Tode verurteilt worden, weil er während des Volksaufstands gegen den früheren Präsidenten Husni Mubarak mehrere Demonstranten erschossen hat. Das Gericht in Kairo sprach Mohammed el Sonni am Sonntag schuldig, am 28. Januar 20 Demonstranten getötet und 15 weitere verletzt zu haben, um diese an der Erstürmung eines Polizeipostens in der Hauptstadt zu hindern. Das ägyptische Recht schreibt vor, dass das Urteil noch islamrechtlich von Mufti Ali Goma bestätigt werden muss. Der Rechtsgelehrte stimmt dem Urteil meist zu.
Mit dem Urteil gegen El Sonni wurde erstmals ein Vertreter der Sicherheitskräfte für die Tötung von Demonstranten während der Massenproteste gegen Mubarak zur Rechenschaft gezogen. Wegen des Vorwurfs, Schüsse auf die Demonstranten angeordnet zu haben, stehen derzeit der frühere Innenminister Habib el Adli und sechs seiner Gefolgsleute vor Gericht. Der Prozess gegen sie wurde am Samstag nach einem Gerangel zwischen Sicherheitskräften, Anwälten und Angehörigen von Opfern vertagt. Gegen den Anfang Februar gestürzten Mubarak laufen Ermittlungen, weil er mutmaßlich das gewaltsame Vorgehen gegen die Demonstranten angeordnet hatte.
22.05.2011 - 17:01 Uhr
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