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Polizei durchsucht Häuser von Kurden in Belgien

AFP VOM 4.3.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 1251 Aufrufe
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PKK, Kurde

Ermittlungen gegen Rebellengruppe PKK

Im Zuge von Ermittlungen gegen die kurdische Rebellengruppe PKK hat Belgiens Polizei am Donnerstag mehrere Häuser durchsucht. "Ein Einsatz im Kurden-Milieu im ganzen Land ist im Gange", sagte die Sprecherin der föderalen Staatsanwaltschaft Lieve Pellens. Näheres werde am Nachmittag bekanntgegeben. Nach Informationen des Rundfunksenders RTBF waren an dem Einsatz rund 300 Polizisten beteiligt, unter anderem in der Hauptstadt Brüssel sowie im flämischen Antwerpen und im wallonischen Charleroi. Auch der Sitz des internationalen kurdischen Fernsehsenders ROJ TV in Denderleeuw in Flandern sei durchsucht wurden, berichtete RTBF.

Am Dienstag waren in Paris neun Kurden angeklagt worden. Französischen Justizkreisen zufolge geht es um Taten "in Verbindung mit einem terroristischen Unternehmen", das in Zusammenhang mit der Rekrutierung und Ausbildung von PKK-Kämpfern steht. Die Ermittlungen hätten Kontakte zwischen PKK-Mitgliedern in Frankreich und in anderen Ländern ergeben, darunter in Belgien und Deutschland. Sieben der neun PKK-Mitglieder seien in Paris vorläufig in Haft genommen worden.

Die EU wie die Türkei stufen die PKK als terroristische Organisation ein. Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) kämpft für mehr Unabhängigkeit der Kurden in der Türkei. Dem Kurdenkonflikts fielen seit 1984 rund 45.000 Menschen zum Opfer.

4. März 2010 - 10.31 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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