Polanskis Anwälte fordern Urteil in Abwesenheit des Regisseurs
AFP VOM 20.1.2010 | Nachrichten - International | 778 Aufrufe Mehr zum Thema:Polanski
Entscheidende Anhörung am Freitag in Los Angeles
Vor der entscheidenden Anhörung zum weiteren Verlauf des Prozesses gegen Starregisseur Roman Polanski in den USA dringen seine Anwälte weiterhin auf ein Urteil in Abwesenheit des Angeklagten. In einem am Dienstag in Los Angeles bekanntgewordenen Schreiben an das Gericht hieß es, es gebe viele ernsthafte Gründe dafür, den 76-Jährigen nicht in die USA ausliefern zu lassen. Polanski steht derzeit in der Schweiz unter Haussarrest. Er hatte vor 32 Jahren die USA fluchtartig verlassen, bevor er wegen Sex mit einer 13-Jährigen verurteilt werden konnte. Am Freitag will das zuständige Gericht über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.
Die Staatsanwaltschaft besteht auf einer Auslieferung Polanskis. "Der Angeklagte ist ein Justizflüchtling", schrieb Staatsanwalt David Walgren unlängst an das Gericht. Ihm dürfe nicht gestattet werden, "diesem oder irgendeinem anderen Gericht vorzuschreiben, unter welchen Bedingungen dieser Prozess vonstatten gehen soll". Dazu hieß es nun in dem Schreiben von Polanskis Anwälten, dieser wolle "auf gar keinen Fall dem Gericht irgendetwas vorschreiben". Vielmehr gehe es nur darum, dem 76-Jährigen die Rückkehr in die USA zu ersparen "und diesen Fall endlich zum Abschluss zu bringen".
Polanski hat gestanden, Sex mit der 13-Jährigen gehabt zu haben. Er floh jedoch vor dem endgültigen Urteil 1978 aus den USA und betrat seitdem nie mehr US-Boden. Derzeit steht der Regisseur in der Schweiz, wo er auf Betreiben der USA verhaftet wurde, unter Hausarrest.
20. Januar 2010 - 12.13 Uhr
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