Das auf rund 40 Millionen Euro geschätzte Pablo-Picasso-Gemälde "Porträt von Angel Fernández de Soto (Der Absynthtrinker)" wird nun doch versteigert. Das Bild aus dem Besitz der Andrew Lloyd Webber Art Foundation werde am 23. Juni in London versteigert, teilte das Auktionshaus Christie's am Mittwoch mit. Der Streit um die Ansprüche auf das Bild sei gütlich beigelegt. Der Potsdamer Historiker Julius H. Schoeps hatte zuvor geltend gemacht, dass er der rechtmäßige Besitzer des Werkes aus dem Jahre 1903 sei. Einer seiner jüdischen Vorfahren, der Berliner Bankier Paul von Mendelssohn-Bartholdy sei unter der Nazi-Diktatur 1934 gezwungen worden, das Picasso-Bild zu verkaufen.
Im November 2006 hatte Christie's New York das Gemälde wenige Stunden vor seiner geplanten Versteigerung von der Auktion zurückgezogen. In diesem Januar hatte einer von Schoeps' Anwälten dann angekündigt, dass eine Einigung erzielt worden sei und sein Mandant keine Ansprüche mehr auf das Gemälde erhebe. Der britische Musical-Komponist Andrew Lloyd Webber hatte das Bild in den 90er Jahren in gutem Glauben erworben. Den Erlös aus der Versteigerung will seine Stiftung kulturellen Einrichtungen in Großbritannien zugute kommen lassen.
17. März 2010 - 16.43 Uhr
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