
Gut sieben Monate nach dem Tod der kleinen Talea aus Wuppertal steht seit heute die Pflegemutter der Fünfjährigen wegen Totschlags vor Gericht. Zum Prozessauftakt schwieg die 38-Jährige zunächst weiter zu den Vorwürfen, wie ein Sprecher des Landgerichts Wuppertal mitteilte. Die Angeklagte soll das ihr anvertraute Mädchen am Nachmittag des 18. März in ihrer Wohnung in Wuppertal getötet haben. Die Staatsanwaltschaft legt der Frau zur Last, Talea in einer Badewanne mit kaltem Wasser erstickt zu haben.
Die 38-Jährige hatte am Tattag selbst den Notarzt gerufen. Die Fünfjährige wurde in eine Kinderklinik gebracht, wo kurz darauf ihr Tod festgestellt wurde.
Bei der Einlieferung Taleas in die Klinik hatten die Ärzte nach früheren Angaben der Ermittler zahlreiche Hämatome bei dem Mädchen entdeckt. Die Pflegemutter sitzt seit dem 21. März in Untersuchungshaft; bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu 15 Jahre Haft. Für den Prozess sind zunächst 18 weitere Verhandlungstage bis zum 22. Januar anberaumt. In dem Fall hatten die Behörden auch gegen zwei Sachbearbeiterinnen der Wuppertaler Sozialverwaltung wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen ermittelt. Das Ermittlungsverfahren wurde jedoch eingestellt.
27. Oktober 2008 - 15.13 Uhr
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