>Paypal verlangt Geld trotz Lieferung zurück
Hallo,
ich habe mich jetzt lange nicht gemeldet, weil ich dachte, dass sich doch noch alles zum Guten wendet. Nun bin ich aber verzweifelt, denn Paypal hat mit 840€ weggenommen.
Ich werde euch hier mal ausführlich den Fall erläutern:
Am 21.12.11 habe ich einen Artikel bei Ebay verkauft. Dieser ging für knapp 700€ an den Käufer. Bezahlt wurde per Paypal. Ich habe den Artikel an die mir übermittelte Adresse geschickt. Nach einiger Zeit bekam ich eine Nachricht, dass Geld würde zurückgezogen werden, da irgendwelche betrügerischen Absichten des Käufers aufgedeckt wurden. Der Käufer zahlte per Kreditkarte über Paypal und zog dann seine Zahlung zurück. Ich bekam etwas Panik, weil ich dachte, ich hätte den Versandbeleg nicht mehr. Jedoch fand ich ihn und war sogleich beruhigt, weil ich mir dachte, dass mir so nichts passieren könne, da ich alles ordnungsgemäß und mit bestem Wissen und Gewissen getan hätte.
Von wegen.
Paypal nahm mir all mein Geld wieder weg, da ich die Bedingungen des Verkäuferschutzes nicht erfüllte. Den Artikel sah ich natürlich auch niemals wieder.
Anfang März habe ich die erste Mail bekommen von Paypal, in der mir berichtet wurde, dass der Käufer meines Artikels seine Kreditkartenzahlung zurückgerufen hat. Weiterhin wurde mir gesagt, ich solle mir jedoch keine Sorge machen, da Paypal diese Entscheidung anfechten würde.
Mein Konto wurde jedoch sogleich gesperrt und stand mit knapp 700€ im Minus.
Ich möchte Ihnen hier einen kleinen Auszug aus einer E-Mail präsentieren, die ich von Paypal bekam:
"Leider hat einer Ihrer Käufer vor kurzem eine Kreditkartenzahlung zurückgerufen. Das ist aber kein Grund zur Sorge! Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie den Konflikt schnell lösen können(...)
Nach Erhalt Ihrer Informationen kann es bis zu
75 Tage dauern, bis das Kreditkarteninstitut eine endgültige Entscheidung
fällt. Bis zur Klärung des Falls wird der Zahlungsbetrag in Ihrem PayPal-Konto
vorübergehend einbehalten. Das bedeutet, der Betrag wird negativ in Ihrem
PayPal-Konto angezeigt, und Sie können vorübergehend nicht darüber verfügen."
Der Fall zog sich hin bis zum 16.05.12. Zwischendurch bekam ich einige Anrufe von verschiedenen Abteilungen Paypals. Beispielsweise von einer Frau aus Irland, sehr schlecht zu verstehen, die mir sagte ein Inkassounternehmen würde eingeschaltet werden, wenn ich nicht diese Woche bezahlen würde. Das war ca. Mitte April. Weiterhin sagte sie mir, der Fall wäre beendet und Paypal würde nichts mehr unternehmen. Daraufhin rief ich eine der Hauptzentralen in Luxemburg an. Dort wurde mir versichert, dass dies nicht stimme, die Untersuchung noch läuft und ich mir keine Sorgen machen solle, so lange ich den Versandbeleg habe. Den hatte ich zum Glück auch noch. Die Dame aus Luxemburg sagte mir desweiteren, es könne bis 75 Tage dauern, bis eine endgültige Entscheidung gefällt würde und ich nur abwarten kann. Diese andere Abteilung wäre dazu zuständig gewesen Geld einzutreiben. Sie wollte einen Vermerk im Computer dazu machen. Seid dem hörte ich auch nichts mehr von dem Inkasso- Unternehmen.
Am 16.05.12 schließlich bekam ich den endgültigen Bescheid die Untersuchung wäre beendet und das zu Gunsten des Käufers entschieden wurde. Mein Geld also endgültig weg.
Ich rief natürlich sofort bei Paypal an und wurde sogleich in die entsprechende Abteilung weitergeleitet, die den Fall entschied. Mir wurde jetzt erstmalig richtig erklärt, was der eigentliche Grund war und warum ich kein Anspruch auf mein Geld habe, obwohl ich alles richtig gemacht hatte.
Ich hatte damals einen Artikel über Ebay verkauft und den Artikel an die mir übermittelte Adresse gesendet. Jedoch, und jetzt kommt es, stimmte die Adresse bei Ebay nicht mit der bei Paypal hinterlegten Adresse des Käufers überein.
Somit, so Paypal, hätte ich kein Recht auf einen Verkäuferschutz und damit Anspruch auf mein eigenes Geld.
Das ist aber völlig unlogisch, lasst mich dazu kurz was sagen:
Gerade eben habe ich einen Einkauf bei Ebay getätigt und wurde sogleich aufgefordert per Paypal zu bezahlen. Das Beste war, das ich direkt auf der gleichen Seite meine Lieferadresse ändern konnte. Für den Verkäufer ist das jedoch sehr schlecht , denn wenn die Lieferadresse nicht mit der bei Paypal hinterlegten übereinstimmt, verfällt sofort der Verkäuferschutz.
Das gleiche Problem wie bei meinem Fall. Ich habe nicht an die bei Paypal hinterlegte Adresse gesendet, sondern an jene, die mir bei dem Verkauf bei Ebay, einem Unternehmen zu dem Paypal gehört, angezeigt wurde. Auch interessant ist, dass bei meinem Fall bei Paypal so oder so keine Adresse des Käufers hinterlegt war. Ich hatte also keine Wahl, als an die von Ebay aufgezeigte Adresse zu senden.
So frage ich mich, warum gibt es diese Option überhaupt seine Lieferadresse zu ändern, wenn dies doch so fatale Folgen für den unwissenden Verkäufer haben kann? Warum wird einem nicht aufgezeigt, dass der Verkäuferschutz verfällt? Warum ist es möglich sich bei Paypal anzumelden, ohne eine Adresse zu hinterlegen?
Vermutlich ist es Paypal einfach egal, wie es seinen Kunden ergeht. Mir wurde von einer netten Dame bei Paypal auch noch telefonisch bestätigt, dass ich nicht der Einzige bin, der auf solche Betrüger "hereingefallen" ist, die die Möglichkeit der Rückbuchungen durch ihre Kreditkarteninstitute und das Wissen des Verfalls des Verkäuferschutzes und der somit großen Sicherheitslücke bei Paypal schamlos ausnutzen.
Dies kann jedoch nicht rechtens sein, oder??? So ist in meinen Augen nicht der vermeintliche Käufer der wahre Betrüger, sondern Paypal, denn Paypal weiß von alledem und schaut dabei zu. Vermutlich weil Paypal daran auch noch verdient, denn wo sind meine 13,50€ Transaktionskosten, die dadurch entstanden sind, weil ich überhaupt Geld empfangen habe?? Nicht einmal die habe ich wieder.
Desweiteren wurde mir niemals gesagt, ich solle sofort den Negativwert meines Kontos begleichen. Mir wurde gesagt, ich solle mir noch keine Sorgen machen, denn die Untersuchung läuft noch und kann bis 75 Tage lang dauern (siehe Auszug der Mail oben). Dennoch erhalte ich am 18.05.12, zwei Tage nach dem endgültigen Entschluss, eine Mail einer Anwaltskanzlei Paypals mit einer Zahlungsaufforderung in Höhe von 841€. Ich wäre in Verzug mit meiner Zahlung und die zusätzlichen Kosten würden durch die Inanspruchnahme des Anwalts entstehen.
Bei einer so offensichtlichen Sicherheitslücke müsste mir Paypal als ein so großes internationales Unternehmen, sollte Kundennähe und Kundenzufriedenheit eine Rolle spielen, schon allein aus Kulanz mein Geld erstatten und anschließend diese Sicherheitslücke schließen.
Aber für Service und Kundenzufriedenheit hat Paypal nicht viel übrig
Könnt ihr mir irgend etwas raten, wie ich wieder an mein Geld komme, oder ist das völlig aussichtslos. Die eine Dame bei Paypal war sehr nett, sie meinte ich solle den Käufer anzeigen, weil es sich hier offensichtlich um einen Betrüger handelt. Hat das denn jetzt noch einen Sinn? Außerdem soll der Käufer in Österreich wohnnen.
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-- Editiert MaxXx1605 am 05.07.2012 14:10
von MaxXx1605 am 05.07.2012 14:10
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