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Pass von Terrorverdächtigem Said Bahaji in Pakistan gefunden

AFP VOM 29.10.2009 | Nachrichten - Allgemein | 1682 Aufrufe
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Terror, Said Bahaji

Deutsch-Marokkaner seit 2001 auf der Flucht

Im Nordwesten Pakistans ist offenbar der Reisepass des wegen der Terroranschläge vom 11. September 2001 international gesuchten Deutsch-Marokkaners Said Bahaji gefunden worden. Die pakistanische Armee präsentierte die Reisepässe von Bahaji und einer mit einem mutmaßlichen El-Kaida-Anführer verheirateten Spanierin in der Stadt Sherwangi in Süd-Waziristan einer Gruppe von Journalisten, wie ein AFP-Reporter vor Ort berichtete. Die Echtheit der Pässe konnte nicht überprüft werden.

Die Armee präsentierte Waffen sowie Ausrüstungsgegenstände und weitere Dokumente, die sie eigenen Angaben zufolge nach Kämpfen gegen die Taliban in der Region fand. Bahaji wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er ist dringend verdächtig, Mitglied der Hamburger Zelle um den Flugzeugattentäter Mohammed Atta gewesen zu sein, die die Terroranschläge des 11. September 2001 in den USA mit vorbereitete und ausführte.

Der Sohn einer Deutschen und eines Marokkaners studierte seit 1998 in Hamburg Elektrotechnik. Er wohnte zeitweise mit Atta zusammen. Bahaji befindet sich seit dem 3. September 2001 auf der Flucht. In dem gefundenen Pass befindet sich ein Einreisestempel für Pakistan, in dem als Datum der 4. September 2001 eingetragen ist.

© AFP
Pakistanische Militäroffensive (AFP)
Neben dem Reisepass der Spanierin wurde auch eine marokkanische Aufenthaltsbescheinigung der Frau gefunden. Die Spanierin soll mit dem Marokkaner Amer Azizi verheiratet sein, den die spanische Justiz wegen seiner angeblichen Verwicklung in die Anschläge in Madrid vom 11. März 2004 sucht. Er soll auch Mitglied der ersten El-Kaida-Zelle in Spanien gewesen sein. Diese soll bei den Vorbereitungen der Anschläge in den USA mit der Hamburger Zelle zusammengearbeitet haben.

Die pakistanische Armee führt seit knapp zwei Wochen eine Bodenoffensive gegen Aufständische in Süd-Waziristan. Die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan gelten als Hochburg der Taliban-Organisation Tahreek-e-Taliban Pakistan (TTP) sowie als Rückzugsgebiet für El Kaida.

29. Oktober 2009 - 21.09 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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