Palau will bis zu neun Uiguren aus Guantanamo aufnehmen
AFP VOM 9.8.2009 | Nachrichten - International | 514 Aufrufe Mehr zum Thema:Guantananmo, Uiguren
Rechtsanwalt: Möglicherweise schon im August oder September
Der Pazifik-Inselstaat Palau will noch vor Jahresende bis zu neun in dem US-Gefangenenlager Guantanamo inhaftierte Uiguren aufnehmen. Zwischen vier und neun der derzeit 13 noch einsitzenden Uiguren sollten "vor Januar nächsten Jahres" nach Palau gebracht werden, erklärte Präsident Johnson Toribiong am Samstag. Eine entsprechende Abmachung mit den USA werde in Kürze besiegelt. Die Aufnahme der Häftlinge sei eine "humanitäre Geste" und werde die Beziehungen zwischen Palau und den USA stärken. Ursprünglich hatte der Präsident angekündigt, alle in dem Lager verbliebenen Uiguren aufzunehmen. Ein Anwalt der Uiguren sagte, seine Mandanten könnten noch Ende August oder Anfang September nach Palau gebracht werden.
Toribiong hatte sich bereits im Juni bereit erklärt, die ursprünglich aus China stammenden Uiguren aufzunehmen. Bereits vor vier Jahren war der Terrorverdacht gegen sie fallengelassen worden. Sie wurden aber nicht nach China ausgewiesen, weil Peking die Uiguren als Mitglieder einer islamistischen Aufständischen-Gruppe betrachtet und ihnen daher dort Folter droht. Vier Uiguren waren im Juni auf die Bermudas gebracht worden, bereits 2006 nahm Albanien fünf von ihnen auf. US-Präsident Barack Obama will das umstrittene US-Gefangenenlager in Kuba bis Anfang 2010 schließen.
9. August 2009 - 10.03 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


