Opferrecht- Bundesgerichtshof bestätigt lange Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung

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Der Bundesgerichtshof hat in einer aktuellen Entscheidung im Sinne des Opfers eine Revision zurückgewiesen.  Der 2. Strafsenat hat im Beschluss vom 15. September 2010 – 2 StR 349/10 - auf die Revision des Angeklagten nur eine Korrektur des Schuldspruchs vorgenommen und im Übrigen die Revision als unbegründet verworfen.

Das Landgericht Mainz hatte den Angeklagten zuvor erstinstanzlich wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Tateinheit mit Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt und seine Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet. Er hatte ein siebenjähriges Mädchen mit äußerster Brutalität im Genitalbereich verletzt und gewaltsam den ungeschützten Analverkehr mit dem Kind vollzogen. Die Geschädigte erlitt durch die Tat massive Verletzungen und wurde von dem Angeklagten mit Hepatitis C infiziert. Psychisch leidet das Kind trotz einer fast dreimonatigen stationären Traumatherapie noch immer stark an den Folgen der Tat.

Opfer einer schweren Straftat sollten sich grundsätzlich frühzeitig über Ihre Rechte informieren. Informationen erteilen neben den Opferschutzorganisationen, wie z.B. dem „Weissen Ring“ Rechtsanwälte, die im Opferrecht spezialisiert sind. Die Opferschutzorganisation „Weisser Ring“ hält neben umfangreichen Informationen auch Beratungshilfeschecks für das Opfer oder Angehörige bereit, mit welchen diese einen Rechtsanwalt aufsuchen können.

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