Opferanwalt begrüßt Entschädigungen nach Luftschlag in Afghanistan
AFP VOM 8.12.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1163 Aufrufe Mehr zum Thema:Bundeswehr, Bombardierung
Grünen-Politiker Koenigs: Entschädigung "Gebot des Rechts"
Einer der Anwälte der Opfer des umstrittenen Luftangriffs in Afghanistan, Oliver Wallasch, hat sich erfreut über die geplanten Entschädigungszahlungen für Angehörige durch die Bundesregierung gezeigt. Es sei sehr gut, dass das Verteidigungsministerium eine außergerichtliche Einigung anstrebe, sagte Wallasch am Dienstag dem Radiosender MDR Info. Über konkrete Summen werde derzeit noch nicht geredet: "Das ist Sache der Verhandlungen." Medienberichten zufolge plant das Verteidigungsministerium für die Entschädigungszahlungen drei Millionen Euro ein.
Der Grünen-Bundestagsabgeordnete und frühere UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Tom Koenigs, bezeichnete eine Entschädigung der zivilen Opfer als "Gebot des Rechts". Im rbb-Inforadio sagte er, zwar seien die Entschädigungen sehr gering und es blieben immer Zweifel, ob sie genau an die Richtigen gingen. "Aber man kann ja nicht einfach solche zivilen Verluste übergehen." In einer künftigen Afghanistan-Politik müsse der Schutz der Zivilbevölkerung als oberste Leitlinie festgelegt werden, sagte Koenigs. Bei dem von der Bundeswehr angeordneten Luftangriff auf zwei entführte Tanklaster waren Anfang September bis zu 142 Menschen getötet worden, darunter viele Zivilisten.
8. Dezember 2009 - 11.35 Uhr
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