Operation von Frankreichs Altrocker Hallyday beschäftigt Justiz
AFP VOM 28.12.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1440 Aufrufe Mehr zum Thema:Hallyday
Richterin ernennt medizinische Gutachter
Der Gesundheitszustand des französischen Altrockers Johnny Hallyday beschäftigt nun auch die Justiz. Eine Richterin in Paris habe am Montag zwei Spezialisten mit einem Gutachten beauftragt, teilte die Anwältin des Musikers mit. Sie sollen vor allem überprüfen, ob bei der Bandscheibenoperation des 66-Jährigen Ende November in Paris etwas schiefgelaufen ist. Nach dieser Operation musste sich der Rocker 16 Tage in einem Krankenhaus in Los Angeles behandeln lassen und erneut operiert werden.
Hallyday hatte anschließend gesagt, er habe dem "Tod ins Auge geblickt" und wolle daher "die Wahrheit wissen". Seiner Produktionsfirma zufolge könnte er sich bei der Operation in Paris mit Krankenhauskeimen infiziert haben. Vorgenommen wurde diese Operation von dem Neurochirurgen Stéphane Delajoux, der sich in Frankreich als "Arzt der Stars" einen Namen gemacht hat.
Nach der Erkrankung Hallydays war der unter Medizinern umstrittene Delajoux ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Auch seine Anwälte forderten ein Gutachten. Mit der Erstellung der Expertise wurden nun ein Neurochirurg und ein Spezialist für Infektionen beauftragt. Bis sie ihren Bericht vorlegen, könnten allerdings Monate vergehen.
Bei dem Rechtsstreit geht es auch um viel Geld: Hallyday musste wegen der Erkrankung den Rest seiner Abschiedstournée absagen. Kurz vor Weihnachten wurde der 66-Jährige zwar aus dem Krankenhaus entlassen, damit er mit seiner Familie feiern konnte. Die amerikanischen Ärzte verordneten ihm aber viel Ruhe. Das Wohlergehen des Sängers, der in diesem Jahr bereits zweimal wegen Darmkrebs operiert wurde, wird in Frankreich mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Hallyday ist seit Jahrzehnten der französische Star schlechthin.
28. Dezember 2009 - 11.23 Uhr
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