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Onlinezeitung bleibt bei Darstellung der Vorwürfe gegen Sarkozy

AFP VOM 8.7.2010 | Nachrichten - International | 547 Aufrufe
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Sarkozy, Parteispendenaffäre

"Mediapart" interviewte Ex-Buchhalterin von L'Oréal-Erbin

Die französische Onlinezeitung "Mediapart" hat ihre Darstellung der Spendenvorwürfe gegen Präsident Nicolas Sarkozy bekräftigt. "Wir bleiben Wort für Wort bei dem, was gesagt wurde", sagte "Mediapart"-Chefredakteur François Bonnet am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Paris. Die am 6. Juli veröffentlichten Aussagen aus einem Gespräch mit der früheren Buchhalterin der Milliardärin Liliane Bettencourt seien "eine getreue Wiedergabe" des Gesagten, heißt es in einer Stellungnahme der beiden Redakteure, Fabrice Lhomme und Fabrice Arfi, die das Gespräch führten. Eine Tonaufnahme des Gesprächs gebe es nicht, aber "eine komplette Mitschrift", sagte Bonnet.

Die Aussagen der früheren Bettencourt-Buchhalterin Claire Thibout gegenüber "Mediapart" haben in Frankreich eine Staatsaffäre ausgelöst. Thibout hatte gesagt, die konservative Regierungspartei UMP habe im Frühjahr 2007 für den Präsidentschaftswahlkampf von Sarkozy eine unerlaubte Spende von 150.000 Euro von Bettencourt angenommen. Darüberhinaus sei Sarkozy in den 90er Jahren wie etliche andere konservative Politiker regelmäßig Gast im Hause Bettencourt gewesen und habe persönlich Geldgeschenke angenommen.

Am Mittwochabend jedoch hatte Thibout gegenüber der Polizei die Aussage zurückgenommen, Sarkozy habe persönlich Geldgeschenke angenommen, und erklärt, "Mediapart" habe sich dies zusammengereimt. Die Redaktion von "Mediapart" blieb am Donnerstag bei ihrer Darstellung, verwies jedoch abermals auch darauf, dass die Ex-Buchhalterin nicht direkt Zeugin der Übergabe von Geldumschlägen gewesen sei.

8. Juli 2010 - 21.01 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010




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