Olmert plädiert in Betrugsprozess auf nicht schuldig
AFP VOM 21.12.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1214 Aufrufe Mehr zum Thema:Olmert
Früherer israelischer Regierungschef vor Gericht
Der ehemalige israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat in dem Betrugsprozess gegen ihn auf nicht schuldig plädiert. Im Namen seines Mandanten weise er alle Vorwürfe "kategorisch" zurück, sagte Olmerts Anwalt vor dem Jerusalemer Bezirksgericht. Olmert werden Betrug, Vertrauensmissbrauch, Verwendung von Fälschungen und Steuerflucht zur Last gelegt.
Bereits bei der Prozesseröffnung Ende September, bei der die Anklageschrift verlesen worden war, hatte Olmert alle Vorwürfe von sich gewiesen. Er vertraue darauf, dass das Gericht ihn "von jedem Verdacht rein waschen" werde, sagte er. Am 22. Februar soll der Prozess mit drei Anhörungen pro Woche fortgesetzt werden.
Olmert war im September 2008 als Regierungschef und als Chef der Partei Kadima zurückgetreten, nachdem die Polizei empfohlen hatte, ihn in der Betrugsaffäre anzuklagen. Der 64-Jährige soll über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren mehrfach illegale Gelder von dem jüdischen US-Geschäftsmann Morris Talansky unter anderem zur Finanzierung von Wahlkämpfen angenommen haben. Als Bürgermeister von Jerusalem zwischen 1993 und 2003 sowie als Industrie- und Handelsminister zwischen 2003 und 2006 soll er außerdem Dienstreisen mehrfach abgerechnet haben. Ein weiterer Anklagepunkt betrifft einen Fall von Vetternwirtschaft im Jerusalemer Investitionszentrum. Im Falle einer Verurteilung könnte Olmert ins Gefängnis kommen.
21. Dezember 2009 - 11.06 Uhr
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