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Niederlande wollen verurteilten Schiphol-Brandstifter abschieben

AFP VOM 17.9.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 989 Aufrufe
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Abschiebung

Libyer hatte 2005 durch Feuer elf Menschen getötet

Nach der Verbüßung seiner Gefängnisstrafe soll ein Libyer aus den Niederlanden abgeschoben werden, der 2005 den verheerenden Brand im Abschiebegefängnis von Schiphol ausgelöst hatte, bei dem elf Menschen umgekommen waren. Ein Richter genehmigte am Donnerstag in Utrecht die Ausweisung des 27-Jährigen. Für seine Berufung gegen das Urteil sei seine Anwesenheit nicht nötig. Die niederländischen Einwanderungsbehörden bezeichneten den jungen Mann als "unerwünscht". Er soll bereits Freitag abgeschoben werden.

Der Libyer hatte vor Gericht gestanden, am 27. Oktober 2005 einen brennenden Zigarettenstummel in seine Zelle im Abschiebegefängnis von Schiphol geworfen zu haben. Wegen Brandstiftung wurde er 2007 zu drei Jahren Haft verurteilt. In einem ersten Berufungsverfahren wurde seine Strafe auf 18 Monate Gefängnis verkürzt; nach Auffassung des Gerichts konnte der heute 27-Jährige nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass das Feuer auf andere Zellen übergriff. Inzwischen ist eine weitere Berufung vor dem Obersten Gerichtshof anhängig. Ein Untersuchungsbericht hatte 2006 frappierende Sicherheitsmängel in dem Abschiebebereich von Schiphol aufgedeckt.

17. September 2009 - 16.33 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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