New York rechnet mit horrenden Kosten für 9/11-Zivilprozess
AFP VOM 7.1.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 990 Aufrufe Mehr zum Thema:Terror, Prozess
Bürgermeister Bloomberg bittet Regierung um Beteiligung
Der Zivilprozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September und vier weitere Verdächtige kostet die Stadt New York jährlich voraussichtlich mehr als 200 Millionen US-Dollar (139 Millionen Euro). Allein für das erste Jahr schätze seine Stadt die Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen auf rund 216 Millionen US-Dollar, schrieb Bürgermeister Michael Bloomberg in einem Brief an die Haushaltsbehörde in Washington. In den Folgejahren müsse für die Inhaftierung der Beschuldigten sowie für die Sicherheitsmaßnahmen mit jeweils 206 Millionen US-Dollar gerechnet werden.
Angesichts der knappen Finanzmittel seiner Stadt bat Bloomberg die Regierung in Washington um Unterstützung. "Da der 11. September ein Angriff auf die ganze Nation war, brauchen wir die Regierung, um die gewaltigen Kosten zu schultern", hieß es in dem Brief Bloombergs weiter. Für Sicherheit müsse während des Prozesses "über Jahre hinweg rund um die Uhr" gesorgt sein.
Beim Hauptverdächtigen handelt es sich um den mutmaßlichen Planungschef der Terrororganisation El Kaida, Khalid Sheikh Mohammed, der sich zur Organisation der Anschläge vom 11. September 2001 und sowie zu rund 30 weiteren versuchten und verübten Attentaten bekannt hat. Neben ihm sollen der als Cheflogistiker der Hamburger Zelle geltende Ramzi Binalshib, der Saudi-Araber Mustafa Ahmad Al-Hawsawi, ein Neffe von Khalid Sheikh Mohammed namens Ali abd Al-Aziz Ali und ein jemenitischer El-Kaida-Mann, Walid bin Attash, vor Gericht kommen. Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 kamen fast 3000 Menschen ums Leben.
7. Januar 2010 - 08.42 Uhr
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