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Neuer Rückschlag für Polanski im Vergewaltigungsverfahren

AFP VOM 3.2.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 2098 Aufrufe
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Polanski, Vergewaltigung, Prozessverlegung

Anwälte scheitern mit Antrag auf Prozessverlegung

Im Kampf um die Einstellung des seit mehr als 30 Jahren gegen ihn laufenden Vergewaltigungsverfahrens hat Regisseur Roman Polanski eine weitere Niederlage erlitten. Wie aus US-Justizkreisen verlautete, wies ein Berufungsgericht in Los Angeles einen Antrag der Anwälte des französischen Filmemachers auf Verlegung des Prozesses ab. Diese hatten eine Verlegung der Prozesses auf einen Ort außerhalb von Los Angeles verlangt, weil ihrer Meinung nach "kein einziger Richter in Los Angeles in diesem Fall unbefangen ist".

Polanski war 1977 in Kalifornien festgenommen worden, nachdem die Eltern einer 13-Jährigen Anzeige gegen ihn erstattet hatten. Er bekannte sich schuldig, "ungesetzliche sexuelle Beziehungen" zu dem Teenager gehabt zu haben, und saß wochenlang in Untersuchungshaft. Ende Januar 1978 floh er aus den USA nach Europa, weil er bei einem Prozess eine Gefängnisstrafe fürchtete. Seither setzte er nie wieder einen Fuß auf den Boden der USA. Selbst der Verleihung des Oscars für seinen Film "Der Pianist" blieb er fern.

Das Verfahren gegen Polanski wurde nie eingestellt. Der mittlerweile 75-Jährige müsste bei der Einreise in die USA deshalb weiter mit seiner Festnahme rechnen. Sein damaliges Opfer, die heute 45 Jahre alte Samantha Geimer, fordert inzwischen selbst die Einstellung des Verfahrens. Die "anhaltende Veröffentlichung" von Einzelheiten in dem Fall füge ihr und ihrer Familie Schaden zu, hatte sie im Januar erklärt. Sie wolle die Angelegenheit endlich hinter sich bringen.

3. Februar 2009 - 11.55 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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