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Neue Runde im Streit um Abchasien und Südossetien

AFP VOM 13.9.2010 | Nachrichten - International | 957 Aufrufe
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Russland wehrt sich vor IGH in Den Haag gegen georgische Vorwürfe

Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag hat am Montag eine neue Runde im Dauerstreit zwischen Russland und Georgien um die Kaukasusregionen Südossetien und Abchasien begonnen. Der IGH solle eine Beschwerde aus Tiflis wegen angeblicher "ethnischer Säuberungen" durch die pro-russischen Machthaber in den beiden Provinzen zurückweisen, forderte der Vertreter Moskaus, Kirill Geworgian. Diese Vorwürfe seien falsch. Vielmehr habe Georgien 2008 den "Krieg" begonnen.

Konkret geht es bei der viertägigen Anhörung um eine von Tiflis eingereichte Beschwerde, wonach die pro-russischen Behörden in den von ihnen kontrollierten Gebieten "ethnische Säuberungen" vornehmen. Diesen Vorwurf hatte Georgien bereits 2008 vor dem IGH erhoben - vier Tage nach dem Ende der blutigen Kämpfe zwischen beiden Seiten. Tiflis zufolge werden in den abtrünnigen Regionen georgischstämmige Bewohner von den pro-russischen Machthabern terrorisiert und aus ihnen vertrieben.

Um die umstrittenen Regionen wieder unter Kontrolle zu bringen, hatten georgische Truppen in der Nacht auf den 8. August 2008 eine Offensive in Südossetien gestartet. Daraufhin schritt die russische Armee ein und marschierte in Georgien ein. Nach fünftägigen Gefechten stimmten beide Seiten einem von der Europäischen Union vermittelten Waffenstillstand zu. Russland erkannte beide Regionen kurz nach dem Ende des Konfliktes als unabhängige Staaten an. Nur drei weitere Länder folgten bisher diesem Beispiel. Georgien betrachtet die abtrünnigen Provinzen weiter als sein Staatsgebiet.

13. September 2010 - 14.42 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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