Nehm erhebt Anklage gegen mutmaßlichen PKK-Führungsfunktionär
AFP VOM 3.6.2003 | Nachrichten - Aktuelle Prozesse | 2034 Aufrufe Mehr zum Thema:PKK
- Ali Z. soll Besetzung von Hamburger SPD-Büro organisiert haben
Generalbundesanwalt Kay Nehm hat vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg Anklage gegen einen mutmaßlichen Führungsfunktionär der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) erhoben. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte, wird dem 48-jährigen Ali Z. Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geiselnahme, Land- und Hausfriedensbruch zur Last gelegt. Die Bundesanwaltschaft wirft Ali Z. unter anderem vor, für eine Besetzungsaktion in der SPD-Landesgeschäftsstelle Hamburg im Februar 1999 verantwortlich gewesen zu sein.
Der Türke kurdischer Abstammung soll von Januar 1998 bis Mai 1999 die PKK-Region "Nord-West" geleitet haben, zu der die Gebiete Hamburg, Bremen, Kiel und Oldenburg gehörten. Die PKK nennt sich seit April 2002 Freiheits- und Demokratiekongress Kurdistans (KADEK).
Aus Protest gegen die damalige Festnahme von PKK-Chef Abdullah Öcalan waren im Februar 1999 rund 20 Kurden in die SPD-Büroräume im dritten Stockwerk des Gebäudes eingedrungen und hatten sich dort verbarrikadiert. Die Besetzer nahmen den SPD-Kreisvorsitzenden als Geisel und drohten damit, ihn zu verbrennen. Außerdem hatten sie den Mann aus einem Fenster des dritten Stockwerks gehalten. Die Geisel wurde unverletzt befreit. Der Angeklagte sitzt seit dem vergangenen Dezember in Untersuchungshaft.
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| - Website des Generalbundesanwalts |
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3. Juni 2003 - 13.14 Uhr
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