Neckermann darf zur Strafe für Verstöße gegen Verbraucherrechte in Belgien zwei Monate lang keine Kundenkredite vergeben. Der belgische Ableger des Versandhaus-Konzerns aus Frankfurt am Main habe bei der Vergabe von Krediten vor Jahren überhöhte Raten berechnet und die Kunden bei Änderung der Raten nicht angemessen informiert, sagte ein Sprecher von Wirtschaftsminister Vincent Van Quickenborne am Mittwoch in Brüssel und bestätigte damit Berichte belgischer Medien. Die Lizenz, die nur belgische Kunden betreffe, werde darum von Ende Februar bis Ende April entzogen.
Die Kredite seien bereits im Jahr 2000 untersucht worden, Neckermann habe sich aber durch mehrere Gerichtsinstanzen hindurch gegen Strafe gewehrt, fügte der Sprecher hinzu. Neben den Verstößen gegenüber den Kunden selbst habe das Unternehmen auch verabsäumt, die belgische Nationalbank wegen der Kredite zu konsultieren. Dort würden Kredite zentral gespeichert, was Überschuldungen vorbeugen solle.
10. Februar 2010 - 12.08 Uhr
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