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Nachbar aus Psychatrie entlassen

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>Nachbar aus Psychatrie entlassen

quote:
Der Vermieter des Kranken.


???
Der VM des Kranken ist aber der Meistbeschädigter.
Wer hat solch Kranker freilaufen lassen, dass sie jeden stört, wie ein wilder Hund, der jeden beißt ?





von icecycle am 13.09.2010 11:45
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>Nachbar aus Psychatrie entlassen
quote:
Mittlerweile hat er einen Betreuuer, der aber auch nicht viel macht.
Er sagte uns, er wäre hochgradig psychotisch.

Wie ist der denn drauf? Plaudert Diagnosen (sicherlich ohne Schweigepflichtentbindung) an Dritte aus. Unfassbar!!

Ich habe zu der ganzen Sache eine völlig andere Sicht. Der "bösartige Störenfried, der aus der Klapse kommt und wie unter Adolf eine Zwangsmedikation, am besten gleich direkt ins Hirn oder Herz gespritzt" verabreicht bekommen sollte, ist zu aller erst einmal ein kranker Mensch! Mir fehlt hier völlig das Verständnis für den Menschen. Statt sich nur zu fragen "Wie werden wir den los?" sollte man sich fragen "Wie können wir dem armen Wicht helfen, damit er nicht immer schreien muss?"
Dass er sich in die Zwangslage gepresst fühlt, wird seine Störungen sicherlich nicht verbessern und ihn ganz sicher nicht zu einer Art von Krankheitseinsicht befähigen.

Einfach mal so hinnehmen, dass es Menschen gibt, die sich krankheitsbedingt nicht an unsere gesellschaftlichen und sozialen Normen halten können. Oder eben, der lieben Ruhe wegen, gleich auf dem Scheiterhaufen verbrennen.

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von guest-12318.10.2010 10:47:51 am 18.09.2010 11:31
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>Nachbar aus Psychatrie entlassen
Der Kranker kann vielleicht für sein Verhalten nicht dafür.
Aber gerade deshalb muß ihm und allen anderen gestörten geschädigten doch schnellsten geholfen werden !
Stattdessen wird er nur, wohl aus Kostengründen, ewig hin und her geschoben.


von icecycle am 23.09.2010 14:04
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>Nachbar aus Psychatrie entlassen

Neben dem Kranken muss man aber auch die Rechte und vor allem die Gesundheit der Mitbewohner sehen. Ständige Schlafstörungen und Dauerstress sind extrem gesundheitsschädlich.

Der pschosoziale Dienst hat kein Interesse daran, eine andere Unterbringung zu suchen. Die würden sich ja nur ein neues Problem schaffen und versuchen deshalb nur so viel Zeit wie möglich zu gewinnen.

Deshalb gibt es nur 2 Möglichkeiten, entweder man zieht selbst aus oder der Kranke zieht aus.

Letzteres kann man nur über den Vermieter erreichen, d.h. Abmahnung, dann Kündigung. Da der Kranke regelmässig PKH kriegt muss man sich im Anschluss auf einen Rechtsstreit bis zur Berufung am LG einstellen. Eine Dauer von 2 Jahren dürfte in den meisten Gerichtsbezirken realistisch sein.

Will man diesen Weg gehen, muss man dem Vermieter helfen, der wohnt ja meistens nicht im Haus. Das heisst genaue Lärm- und Störungsprotokolle führen, Uhrzeit, Art, Dauer der Störung auflisten. Möglichst alle Mieter unterschreiben, dem Vermieter zur Verfügung stellen.

Wenn der Vermieter nicht sprechfähig ist, wird der Anwalt des Kranken (s.O., PKH) die Kündigung zerschiessen.

Vermieter bitten schnellstmöglich abzumahnen und wenn sich nichts ändert zu kündigen. Wenn der nicht reagiert Miete mindern. Tut man das nicht, kann man sein Minderungsrecht verlieren, siehe 536c II Nr. 1 BGB.

Ein langer, steiniger Weg. Oft gibt es aber keine andere Möglichkeit.

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von flawless am 23.09.2010 23:44
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>Nachbar aus Psychatrie entlassen
Die PKH bei dieser Gewinnaussichtlosigkeit hätte abgelehnt werden müssen. Dann ist die Sache schneller erledigt. Dann sind allen geholfen !

die Kranke die Freiheit zu geben die anderen massiv zu stören, ist asoziale, unverantwortliche Handlung. Die, die den Zustand nicht abstellen, obwohl sie die Möglichkeit dazu haben, zudem dazu verantwortlich sind, sind schikanös. Was sonst ?




von icecycle am 24.09.2010 10:55
Status: Unsterblich (4149 Beiträge)
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>Nachbar aus Psychatrie entlassen
Wir haben eine unerfreuliche Geräuschbelästigung. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Dafür jemanden ein Leben lang in die Geschlossene einzuweisen, das ist ja wohl eine Scherzerklärung. Das macht kein Gericht mit. Auch Zwangsbehandlungen gibt es nicht.

Vielleicht kann man den Betreuer überreden, eine besser isolierte Wohnung für den Kranken zu finden.

wirdwerden

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von wirdwerden am 24.09.2010 14:13
Status: Tao (8129 Beiträge)
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>Nachbar aus Psychatrie entlassen
quote:
Wir haben eine unerfreuliche Geräuschbelästigung. Nicht weniger, aber auch nicht mehr

Woher weiß Du wie stark die Belästigung ist ?
Andererseits aber empfählst Du allen anderen Mietern wegen "ein wenig" Geräuschbelästigung die Miete zu kürzen ! ?

Nichts ist einfacher als nur leichtfertig zu Reden. Tue doch was dafür !
Bist Du denn selbst bereit, und kannst Du es denn leisten, so einen Störer in Deinem Haus zu behalten ?

Es ist und bleibt die Aufgabe der Staat diesen Kranken in eine geeignete
Wohnung unterzubringen. Solche Wohnungen zu bauen.
Eine diesbezügliche Anstalt ist nicht unbedingt negativ zu betrachten oder zu bewerten. Es hängt von deren Personal ab.





von icecycle am 25.09.2010 12:44
Status: Unsterblich (4149 Beiträge)
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>Nachbar aus Psychatrie entlassen
Eine Zwangsunterbringung wegen Geräuschbelästigung gibt es nicht. Und das ist auch gut so.

wirdwerden

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von wirdwerden am 25.09.2010 18:23
Status: Tao (8129 Beiträge)
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>Nachbar aus Psychatrie entlassen
Ich habe mich eine ganze Weile jetzt nicht mehr zu meinem Nachbarn geäußert.
Nun werde ich euch mal wieder auf den neuesten Stand bringen.
Er ist vor zwei Monaten von der Polizei abgeholt worden, nachdem er seine Wohnung versucht hat anzuzünden.
Furchtbare Rauchschwaden kamen aus seinem Fenster.
Und wir haben eine anderthalbjährige Tochter.
Kann sich vieleicht jemand vorstellen, was man da für Ängste aussteht??
Wir haben übrigens alle versucht ihm zu helfen, aber er hat ja immer gesagt, dass er gesund ist.Wir waren alle hilflos.
Und nun haben wir von seinem Betreuer gehört, dass er wohl bald wiederkommen wird.
Es war eigentlich vorgesehen, ihn in ein betreutes Wohnen zu bringen, aber es gibt Wartelisten und das dauert eine ganze Weile.
Ist uns jetzt auch langsam egal. Wir haben jetzt eine neue Wohnung gefunden und werden in einem Monat umziehen.

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von robmel am 27.09.2010 08:54
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