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Nach fast 4 Jahren plötzlich angemahnt??

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Nach fast 4 Jahren plötzlich angemahnt??

Ich habe vor ein paar Tagen dieses Schreiben bekommen. vorher habe ich nie ne Rechnung bekommen. Also definitiv kein Zugang...man weise mir bitteschön das Gegenteil nach...??!

Nun weiß ich nach der vielen Zeit nicht mehr wirklich, ob da tatsächlich Aussenstände gegen mich offen geblieben sind. Würde natürlich denken, daß nicht. Das Gegenteil kann ich natürlich auch nicht beweisen, da ich mir privat so lange natürlich keine Auszüge aufbewahre. Müßte sich nicht alleine daraus, daß das vermutlich nicht zumutbar ist, ne Verjährungsfrist ableiten?? Ich habe da angerufen und die meinten, daß dadurch, daß Sie mehrmals meine Adresse versucht hätten, zu ermitteln (bin zweimal umgezogen in der Zeit), nur diese Anfrage immer zurückbekommen hätten von der zuständigen Meldebehörde (was für Schwachsinn, oder?) und sie mich dann eben auch nicht anschreiben konnten, hätte sich die Verjährungsfrist bis heute hinausgezögert. Ich wollte dann entsprechende Schreiben von exigo haben und was ich bekommen habe, ist
hier_1
hier_2
hier_3
hier_4
hier_5
hier_6


Also was meint ihr?? Muß ich zahlen?? Wenn nicht, wie verhalte ich mich??

Danke!!!!!

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-- Editiert affho am 22.08.2012 17:45

-- Editiert affho am 22.08.2012 17:46


von guest-12328.12.2012 09:55:57 am 22.08.2012 17:44
Status: Stift (43 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)


Noch unsicher oder nicht ganz Ihr Thema?
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>Nach fast 4 Jahren plötzlich angemahnt??
Das ganze sieht ziemlich dubios aus. Exigo dürfte nicht zu den seriösen Inkasso-Unternehmen gehören (falls es solche überhaupt gibt). Allein schon der erste Absatz des Schreibens ist eine Unverschämtheit.

Grundsätzlich ist die Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen (Beginn der Verjährungsfrist Ende 2008, Eintritt der Verjährung Ende 2011). Durch Rechtsverfolgungshandlungen kann die Verjährung gehemmt werden (§ 204 BGB). Ich glaube aber nicht, dass Anfragen beim Meldeamt zu den Rechtsverfolgungshandlungen i.S. des § 204 BGB gehören. Vor allem, wenn du dich immer schön umgemeldet hast, dürfte wohl kaum eine Hemmung der Verjährung eingetreten sein - und Exigo dürfte dich hinsichtlich der erfolglosen Anfragen bei den Meldeämtern angelogen haben.

Ich würde ein kurzes Schreiben an Exigo schicken, in dem du die Forderung vorsorglich bestreitest, da für dich nicht erkennbar ist, um was für eine Forderung es sich handelt (aus den Unterlagen geht ja nicht wirklich viel hervor). Außerdem beruft du dich auf Verjährung. Weiterhin forderst du Exigo auf zu erklären, warum sie meinen dass die Verjährung gehemmt gewesen sei (mit Angabe des einschlägigen Pragraphen des BGB) und verlangst Nachweis für die angeblichen Anfragen beim Meldeamt.

Das Ganze per Einschreiben, damit du später nachweisen kannst, dass du die Forderung bestritten hast. Denn bestrittene Forderungen dürfen nicht an die Schufa gemeldet werden.

Wenn dann (wider Erwarten) eine fundierte Antwort kommt, muss man sehen. Dumme Drohschreiben kannst du ignorieren.



von guest-12316.06.2013 01:23:22 am 22.08.2012 18:29
Status: Senior (167 Beiträge)
Userwertung:  3,3  von 5 (von 4 User(n) bewertet)

>Nach fast 4 Jahren plötzlich angemahnt??
OK.
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Nachdem keiner was andres zum Besten gibt, gehe ich im Vertrauen nach deiner Idee vor. Komischer Verein...kam mir ziemlich halbwissend vor der Heini am Telefon...
Lasse was hören, wenn's was gibt.
...

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von guest-12328.12.2012 09:55:57 am 22.08.2012 21:13
Status: Stift (43 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Nach fast 4 Jahren plötzlich angemahnt??
Aber an ein Vertragsverhältnis zu "Funk und Technik" sollte man sich doch erinnern können?
Die Firma hat unanbringliche Forderungen billig aufgekauft und versaut dir jetzt die Scorewerte.

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" Gruss aus Offenbach"


von guest-12313.09.2012 15:30:27 am 22.08.2012 21:25
Status: Unsterblich (982 Beiträge)
Userwertung:  2,3  von 5 (von 37 User(n) bewertet)

>Nach fast 4 Jahren plötzlich angemahnt??
Was für Werte?? Wenn ich nichts schuldig bin, weil verjährt, was soll man mir dann tun können??

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von guest-12328.12.2012 09:55:57 am 22.08.2012 21:49
Status: Stift (43 Beiträge)
Userwertung:  0,0  von 5 (von 0 User(n) bewertet)

>Nach fast 4 Jahren plötzlich angemahnt??
Forderung aus 2008 ist verjährt
diverse angebliche EMA Anfragen ändern nichts an diesen Sachverhalt
Die Inkasso Call Agentin hat weisungsgemäs "geflunkert" ;-))

Formulierungsvorschlag

Fax :

........Sehr geehrtes Inkasso team

die Forderung ist verjährt
Bitte stellen Sie Ihr Beitreibungsbemühen deshalb ein.
Mit der weitergabe meiner daten bin ich gem BDSG nicht einverstanden
Ich untersage die Kontaktaufnahme per telefon .........

Wenn Du genau wissen willst ob überhaupt bzw - falls ja - was - der Inkassoladen an Daten evtl weitergegeben hat kannst Du noch folgendes dazuschreiben


......Gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) fordere ich Sie auf:

1. Sie haben mir gegenüber unverzüglich offenzulegen, welche Daten außer den oben aufgeführten Adressen Sie über meine durch diesen Namen/diese Adressen identifizierte Person gespeichert haben, und aus welchen Quellen sämtliche mich betreffenden Daten stammen.
§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4, § 34 Abs. 1-3 BDSG

2. Sie haben den Verwendungszweck sämtlicher mich betreffenden Daten ebenfalls unverzüglich mir gegenüber offenzulegen.
§ 34 Abs. 1, § 43 Abs. 3 BDSG

3. Sie haben sämtliche meine Person/meine Adressen betreffenden Daten unverzüglich zu sperren und mir diese Sperrung zu bestätigen.
§ 28 Abs. 4, § 30 Abs. 3, § 43 Abs. 3, ferner § 4 Abs. 1 BDSG

4. Ich untersage Ihnen jedwede zukünftige Speicherung meine Person bzw. meine Adressen betreffenden Daten ohne meine vorherige ausdrückliche schriftliche Genehmigung.
§ 28 Abs. 4, § 4 Abs. 1,2 BDSG

5. Ich untersage Ihnen die Übermittlung dieser Daten an Dritte. Für bereits an Dritte übermittelte Daten fordere ich eine unverzügliche Sperrung.
§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4 BDSG

6. Ich setze Ihnen zur Erfüllung dieser Forderung eine Frist von zwei Wochen beginnend mit dem Datum dieses Schreibens.

7. Für die aus diesem Schreiben resultierende, selbstverständlich ausdrücklich erwünschte Kommunikation benutzen Sie bitte ausschließlich meine Adresse (deine Adresse) (siehe oben).

(Optionale Zusatzkeule, nur in ganz hartnäckigen Fällen nötig

Bitte haben Sie Verständnis dafür daß ich, sollten Sie dieses Schreiben ignorieren, mich gezwungen sehe, den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten zu informieren. Weitere rechtliche Schritte behalte ich mir vor.
§38 Abs. 4, § 43 Abs. 3........

http://www.schnappmatik.de/TFFFFF/



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""Wer von der Quantentheorie nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden" (Niels Bohr)"

-- Editiert thehellion am 22.08.2012 23:15


von thehellion am 22.08.2012 23:11
Status: Tao (13164 Beiträge)
Userwertung:  3,4  von 5 (von 280 User(n) bewertet)

>Nach fast 4 Jahren plötzlich angemahnt??
Es kann passieren, das ein Inkasso selbst bei fehlender Rechtsgrundlage negative Meldungen an andere Auskunfteien übermittelt. Das führt zu schlechteren Scorewerten und ruiniert die Kreditwürdigkeit.
Daher sollte man alle Rechnungen bezahlen (mit Ausnahme der Inkassogebühren).

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" Gruss aus Offenbach"


von guest-12313.09.2012 15:30:27 am 22.08.2012 23:54
Status: Unsterblich (982 Beiträge)
Userwertung:  2,3  von 5 (von 37 User(n) bewertet)

>Nach fast 4 Jahren plötzlich angemahnt??
"Es kann passieren, das ein Inkasso selbst bei fehlender Rechtsgrundlage negative Meldungen an andere Auskunfteien übermittelt. Das führt zu schlechteren Scorewerten und ruiniert die Kreditwürdigkeit.
Daher sollte man alle Rechnungen bezahlen (mit Ausnahme der Inkassogebühren)."

Bitte das überlesen oder daran denken, dass hier ein riesiger Ironiesmiley dazu gehört. Forderungen einfach zu bezahlen, wenn sie nicht nachgewiesen sind und man nicht weiss, was das soll, das ist Unfug.

Was ich noch ergänzen würde, neben den ernst gemeinten Vorschlägen oben: Aufgrund des einen Satzes, der Drohung mit "Vollstreckungsbescheid, Gerichtsvollzieher". Das ganze ist von einer Rechtsanwältin unterzeichnet. Ich würde dezent die zuständige Anwaltskammer aufsuchen (einfach an das Zuständige Amtsgericht in der Nähe wenden und ggf. um Weiterleitung bitten oder Google fragen) und auf diesen Fall aufmerksam machen, sowie Beschwerde einlegen. Dieser Satz, der grenzt nicht nur an Nötigung, sowas ist Nötigung.

Falls du ein weiteres Schreiben kriegst, melde dich nochmal hier.

Du kannst im übrigen noch folgendes hinterherschicken "Da Sie als Rechtsanwältin tätig sind, fordere ich Nachweis der Vollmacht gemäß §174 BGB. Sollte es einen Forderungsübergang gegeben haben, weisen Sie diesen nach. Ich weise die Forderung unabhängig von der eingetrenenen Verjährung zurück, wenn Sie keine Vollmacht vorlegen oder den Forderungsübergang nicht nachweisen."

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von mepeisen am 28.08.2012 17:47
Status: Tao (8863 Beiträge)
Userwertung:  3,6  von 5 (von 55 User(n) bewertet)


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