>Mutter vernachlässigt 14-jährigen Sohn
Oh Gott..... sei mir nicht böse, aber bei euch wollte ich als 14 jährige auch nicht leben müssen. Da müsste mich auch keine Mutter beeinflussen !!
Ich hatte gestern ein langes Gespräch mit der Lehrerin meines 15 jährigen Sohnes ( 8. Klasse Gym. ).
Zitat: In der 8. Klasse bleiben die meisten Kinder sitzen. Sie verändern sich alle sehr stark. Nicht nur das Aussehen, sondern das Verhalten, die Noten usw....
"Einser-Schüler schreiben plötzlich eine 5 nach der anderen usw...)
Computer, Freunde etc... sind tausend mal wichtiger, als die Schule.
Liebe Jazztanz, weißt du, wie man diese Entwicklung nennt?
PUBERTÄT !!!
Soll nicht heissen, dass sie mit allem durchkommen sollen. Ganz im Gegenteil: Sie wollen ja ihre Grenzen dadurch antesten.
Aber was meinst du, was ich hier täglich für Kämpfe mit meinem Sohn ausstehe. Glaubst du, das sieht sein Vater? Ne, da probiert Sohnemann das Ganze gleich noch mal aus. Gott sei es gedankt ist sein Vater nicht so verschrumpelt drauf und weiß, was Pubertät bedeutet. ( Und das - obwohl er in Hamburg wohnt und sich bestimmt auch ne tolle Ganztagesschule leisten könnte )
Also, ich für meinen Teil kenne keinen einzigen 14 oder 15 jährigen, der mit "Ehrgeiz, Fleiss, Energie, Ordnung, Kontinuität" usw. besticht!! Den Jungen zeig mir mal. Vielleicht gibt es solche Exemplare noch in einem Klosterinternat!?
Nur weil er jetzt mal n bissel mehr "abhängt", bedeutet das noch längst nicht, dass aus ihm nichts wird. Er macht jetzt eine schwierige - aber völlig normale Phase durch. Eine Phase, in der er UND DIE ELTERN lernen sollten!!
Er muss lernen, wo seine Grenzen sind. Er nabelt sich durch eine gewisse "Aufmüpfigkeit" ab vom Elternhaus.
Für die Eltern ist die Pubertät dafür da, um zu lernen, die Kinder langsam loszulassen, ihnen aber währenddessen ihre Grenzen aufzuzeigen. Noch 2, 3 Jahre und die Welt ist wieder in Ordnung!
Übrigens: Ich dachte, mein Sohn lernt grad für die Schule. War grad in seinem Zimmer. Er saß vorm PC. Also PC abstöpseln. Ihn aber deshalb in ein Ganztageskloster geben? Seine Versetzung steht auch n bisserl auf wackligen Füßen, ( und ich vernachlässige ihn ganz bestimmt nicht ) obwohl er bisher immer ein sehr guter, fleißiger Schüler war. Gut, nun muß er die letzten 4 Wochen eben mehr ranrauschen. Hilft ja nichts. Und wenn es widererwarten nicht in seinen Kopf will, muss er halt die Klasse wiederholen. Ich denke, ein Beinbruch wäre das auch nicht. Nicht mehr lange, und die jungen Menschen fangen an, in die richtige Richtung zu denken. Man muss ihnen dabei nur n bissel auf die Sprünge helfen.
Also, nimms nicht so schwer. Solange er nicht abrutscht in kriminelle Kreise oder auf die Drogenbahn........
Übrigens hab ich damals auch das Abi nachgeholt. Während der Pubertät hätte ich am liebsten nur den Hauptschulabschluß gemacht, ausgezogen und wäre als Friseurin schnell arbeiten gegangen. Ich bin auch in der 7. Klasse vom Gym. geflogen und hab den Realschulabschluß nur mit Ach und Krach geschafft. Selbst meine erste Ausbildung hab ich geschmissen. Letztendlich hab ich aber trotz alledem den richtigen Weg gefunden. Es bringt überhaupt nichts, einem Kind irgendwas "eintrichtern" zu wollen. Solange er es nicht versteht und auch selbst will, wirst du höchstens das Gegenteil erreichen. Lasst ihm Zeit aber gebt ihm seine Grenzen vor. Bestellt doch selbst einen Nachhilfelehrer. Was spricht dagegen?
von teufelin am 25.06.2004 12:22
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