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Mutmaßlicher Mörder vor Gericht niedergeschossen

AFP VOM 26.2.2004 | Nachrichten - Nachrichten | 2786 Aufrufe
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Mörder, Totschlag, Gericht, erschossen

- Täter lauertem 37-Jährigen vor Prozessbeginn auf

Ein mutmaßlicher Mörder ist vor dem Landgericht Kleve niedergeschossen worden. Der 37 Jahre alte Mann befand sich auf dem Weg zu seinem Prozess, als der Schütze im Innenhof des Gerichtsgebäudes mehrere Schüsse auf ihn abgab. Der Vater von sechs Kindern sei operiert worden und lebe noch, sagte ein Polizeisprecher. Der Schütze wurde noch am Tatort überwältigt und festgenommen. Auch ein zweiter Mann, der nicht geschossen habe, sei mittlerweile festgenommen worden. Nach einem dritten Mittäter werde gefahndet.

Den Angaben zufolge war der wegen Totschlags seiner Frau angeklagte Mann gegen 8.45 Uhr aus dem Untersuchungsgefängnis mit einem gesicherten Wagen zum Gerichtsgebäude gebracht worden. Nachdem er das Fahrzeug verlassen hatte, sei er auf dem Weg zum Gerichtssaal niedergeschossen worden. Er wurde von mehreren Kugeln getroffen.

Bei dem Opfer handelt es sich nach Angaben des Landgerichts um einen Iraker, der als anerkannter Asylbewerber in Kleve lebte. Der Mann soll im Juli vergangenen Jahres seine Ehefrau erstochen haben. Er war damals gerade aus seinem Heimatland zurückgekehrt, wo er sich für drei Monate aufgehalten hatte.

Bei der Rückkehr habe ihm der älteste Sohn heftige Vorwürfe gemacht wegen der langen Abwesenheit. Die Ehefrau habe von Scheidung gesprochen. Als seine Frau ins Schlafzimmer gegangen sei, sei ihr der Mann gefolgt und habe sie vor den Augen seiner sechsjährigen Tochter und seines neunjährigen Sohnes erstochen.

26. Februar 2004 - 14.14 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2004


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