Der mutmaßliche einzig überlebende Attentäter von Mumbai, Mohammad Ajmal Amir Iman, will sein früher abgelegtes Geständnis widerrufen. Die erforderlichen juristischen Schritte seien bereits eingeleitet, sagte sein Anwalt Abbas Kazmi am Freitag. Der als Kasab bekannte Angeklagte werde auf "nicht schuldig" plädieren, kündigte Kazmi an. Das Geständnis sei ihm durch Folter abgepresst worden.
Der aus Pakistan stammende Angeklagte soll an den Anschlägen Ende November 2008 in der indischen Wirtschaftsmetropole beteiligt gewesen sein, bei denen mehr als 160 Menschen getötet wurden. Die Anklage wirft ihm unter anderem "kriegerische Handlungen" gegen Indien, Mord und Entführung vor. Kasab droht bei einer Verurteilung die Todesstrafe. Der mit Spannung erwartete Prozess gegen ihn war am Mittwoch gleich am ersten Prozesstag vertagt worden, nachdem das Gericht der bisherigen Verteidigerin das Mandat entzog.
17. April 2009 - 14.05 Uhr
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