Mutmaßlicher Beteiligter des Völkermords in Ruanda verhaftet
AFP VOM 12.8.2009 | Nachrichten - International | 870 Aufrufe Mehr zum Thema:Völkermord, Ruanda
Früherer Bürgermeister in Demokratischer Republik Kongo gefasst
Ein früherer Bürgermeister aus Ruanda ist wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an dem Völkermord in dem ostafrikanischen Land festgenommen worden. Gregoire Ndahimana sei am Dienstag im Osten der Demokratischen Republik Kongo gefasst worden, sagte ein Vertreter des Internationalen Strafgerichts zum Völkermord in Ruanda (ICTR) am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Der frühere Bürgermeister von Kivumu soll 1994 ein Massaker an tausend Tutsi vorbereitet haben.
Die Menschen hatten sich laut Ermittlern in eine katholische Kirche geflüchtet und starben unter den Trümmern des Gebäudes, als es mit Bulldozern eingerissen wurde. Ndahimana muss sich nun vor dem in Tansania ansässigen ICTR wegen Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. In Zusammenhang mit der Tat war ein anderer Beteiligter im vergangenen Jahr von dem Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Bei dem Bürgerkrieg zwischen Hutu und Tutsi in Ruanda waren von April bis Juli 1994 nach UN-Angaben bis zu 800.000 Menschen getötet worden, überwiegend Tutsi und gemäßigte Hutu. ICTR-Chefankläger Hassan Bubacar Jallow vermutet, dass sich die zwölf am meisten gesuchten Beteiligten des Völkermords alle in der Demokratischen Republik Kongo vor der Justiz verstecken.
12. August 2009 - 13.23 Uhr
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