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Mutmaßliche Unterstützer der Islamischen Dschihad-Union festgenommen

AFP VOM 22.2.2010 | Nachrichten - Allgemein | 1011 Aufrufe
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Dschihad-Union, Terror

Drei Beschuldigte sollen Terrorgruppe Geld beschafft haben

Wegen Unterstützung der Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union (IJU) hat die Bundesanwaltschaft zwei Männer und eine Frau in Berlin und Ulm festnehmen lassen. Die drei Deutschen im Alter zwischen 20 und 31 Jahren sollen für die IJU insgesamt 3860 Euro beschafft haben, wie die Behörde am Montag in Karlsruhe mitteilte. Das Geld sollen die Verdächtigen Alican T., Filiz G. und Fatih K. demnach der IJU Ende 2009 durch vier Überweisungen an Mittelsmänner in der Türkei zur Verfügung gestellt haben.

An der Festnahme der drei Verdächtigen am Samstag waren den Angaben zufolge Beamte des Bundeskriminalamts, des Landeskriminalamts Berlin und der Polizei Baden-Württembergs beteiligt. Den Beschuldigten legen die Ermittler zur Last, mit den Geldzuwendungen die terroristischen Ziele der IJU gefördert zu haben. Sie wurden am Sonntag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der gegen alle drei Verdächtigen Haftbefehle erließ. T. und G. sitzen seither in Untersuchungshaft, der Haftbefehl gegen K. wurde auf Antrag der Bundesanwaltschaft gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Die ursprünglich aus Usbekistan stammende IJU unterhält laut Bundesanwaltschaft Kontakte zum Terrornetzwerk El Kaida und bekannte sich im Internet zu Anschlägen auf ISAF-Truppen in Afghanistan. Zudem verfügt die Organisation demnach über Verantwortliche für die Anwerbung und Schleusung von Freiwilligen, die ihrerseits bereit sind, sich im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet zu Kämpfern ausbilden zu lassen.

Der IJU sollen auch die mutmaßlichen Sauerland-Terroristen angehört haben, die sich wegen geplanter Attentate auf US-Bürger in Deutschland derzeit in Düsseldorf verantworten müssen.

22. Februar 2010 - 14.03 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010

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