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Moskauer Gericht verhängt Haftbefehl gegen Piraten

AFP VOM 22.8.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 774 Aufrufe
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"Arctic Sea" war laut Zeitungsbericht nie verschollen

Ein Moskauer Gericht hat die Festnahme von acht mutmaßlichen Piraten wegen der Kaperung des Frachters "Arctic Sea" offiziell genehmigt. Die Verdächtigen, zu denen außer zwei Russen auch sechs Esten und ein Lette gehören, müssten inhaftiert werden, entschied das Gericht nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Die Verdächtigen waren vor den Kapverdischen Inseln auf der "Arctic Sea" gefasst worden. Nach ihrer Befragung vor Ort wurden sie in die russische Hauptstadt gebracht. Die acht Männer weisen die Vorwürfe der russischen Justiz zurück.

Die angeblich mit Holz beladene "Arctic Sea" war am 23. Juli nach Algerien aufgebrochen. Einen Tag später verschwand das Schiff. Die mysteriöse Fahrt endete am Montag vor der Küste der Kapverden, wo ein russisches Kriegsschiff den Frachter aufbrachte.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, in Wahrheit sei das Schiff stets unter Beobachtung gewesen. "Man hat seinen Weg durch den Ärmelkanal, durch die Biskaya und vor der portugiesischen Küste permanent verfolgt", zitierte die Zeitung aus NATO-Kreisen. Die russische Regierung habe jedoch von Anfang an darauf bestanden, das Problem selbst zu lösen. "Da haben wir uns bewusst rausgehalten. Sonst hätte es mächtige Verwicklungen gegeben", hieß es demnach bei der NATO. Das westliche Militärbündnis hatte bislang offiziell erklärt, es habe Russland bei der Suche nach dem Schiff unterstützt.

22. August 2009 - 09.12 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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