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Miteigentümer wollen Rechtsstreit

14.1.2014 Thema abonnieren
 Von 
Dinsche
Status:
Master
(4131 Beiträge, 781x hilfreich)
Miteigentümer wollen Rechtsstreit

Da bin ich mal wieder :-)

Ich versuche, mich erstmal kurz zu fassen…

Wir sind 3 Miteigentümer. Bei den anderen beiden handelt es sich um Mutter und Tochter, also im Prinzip um 1 Person ;-)

Die beiden wollen gegen ein Bauunternehmen klagen. Dieses hatte unsere Hofeinfahrt neu gepflastert. Das ist ca 3 Jahre her. Daraufhin zog bei uns Feuchtigkeit ins Haus. Es schimmelt bereits. Die Miteigentümerinnen möchten nun das Bauunternehmen zwingen, den Schaden durch Aufgraben zu begutachten und zu beseitigen. Das Bauunternehmen sagt jedoch, dass die Isolierung an der Hauswand bereits vor den Arbeiten beschädigt war und es keinen Auftrag erhalten hatte, diese neu zu machen, obwohl darauf hingewiesen wurde.

Da ich der Meinung bin, dass die Isolierung tatsächlich vorher bereits hätte erneuert werden müssen (nicht das erste Thema mit Wasser und Feuchtigkeit) und die Miteigentümerinnen nun einen Sündenbock gefunden haben wollen, bin ich erstmal gegen so eine Klage.

Ich bin der Meinung, dass der Bereich aufgegraben werden müsste. Die Kosten müssten wir erstmal tragen. Sollte sich dann herausstellen, dass die Baufirma tatsächlich Mist gebaut hat könnte man immer noch handeln. Wichtiger ist doch wohl der Schaden an sich und nicht vorher schon das Thema wer und was bezahlen muss…?

Nun aber meine Frage: Was passiert, wenn die beiden klagen wollen und ich mit "Nein" stimme? Die haben ja die Mehrheit bei einer Abstimmung.

Dazu ist noch zu sagen, dass wir seit 01.01.2014 keine HV haben. Termin mit einer neuen HV haben wir erst am 29.01.2014. Ich habe das Gefühl, die wollen das nun plötzlich schnell vorantreiben, bevor eine neue HV "im Amt" ist und Dinge unterbindet, die die Miteigentümerinnen so gern in Eigenregie unternehmen.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
R.M.
Status:
Student
(2772 Beiträge, 1244x hilfreich)

Hat die Baufirma schriftlich auf den Vorschaden hingewiesen? Ist der Hinweis in den Verwaltungsunterlagen vorhanden? Dann würde ich den Beschluss anfechten.

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"lg.
R.M. "

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#2
 Von 
Dinsche
Status:
Master
(4131 Beiträge, 781x hilfreich)

Ja, es liegt was vor. Was genau sehe ich nächste Woche, wenn ich die Unterlagen von der HV abhole.

Einen Beschluss konnte es noch nicht geben. Die neue HV wird frühestens ab 01.02. für uns tätig werden. Die Miteigentümerinnen versuchen nun, das so schnell wie möglich in Gang zu bekommen, damit ihnen keine HV auf die Finger klopfen kann.

Bisher wird mal wieder nur gedroht mit Klage. Sie dachten, ich würde mitziehen, und da ich erstmal sehen möchte was da überhaupt für ein Schaden die Feuchtigkeit verursacht wird der Ton nun "rauher".

Das Aufgraben würde die Baufirma sogar machen, aber eben nicht auf eigene Kosten, da sie sich davon distanzieren, was falsch gemacht zu haben. Die Miteigentümerinnen wollen die Baufirma aber durch eine Klage zwingen, es "kostenlos" zu machen.

Gestern meinten sie sogar, ich soll das Aufgraben doch Privat bezahlen, ha ha ha!!!

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#3
 Von 
spatenklopper
Status:
Bachelor
(3783 Beiträge, 2031x hilfreich)

quote:
Gestern meinten sie sogar, ich soll das Aufgraben doch Privat bezahlen

Sie können den Damen auch vorschlagen den Bauunternehmer privat zu verklagen ;)

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#4
 Von 
Dinsche
Status:
Master
(4131 Beiträge, 781x hilfreich)

Genau DAS hat mit meiner Frage zu tun.

Wenn die klagen wollen und ich nicht; wie sieht das aus mit 2 "Ja-Stimmen" und 1 "Nein-Stimme" sollte es zu einem Beschluss kommen?

Ich will damit auf keinen Fall die Schadensbehebung hinauszögern!

Wenn ich bei einer Beschlussfassung auf das Aufgraben bestehe, dann wäre das ja schon mal protokolliert. Wenn die beiden mit "Nein" mich überstimmen und somit selbst alles hinauszögern wird der Schaden nicht behoben, sondern immer grösser...

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