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Minister fordern von Iran Freilassung deutscher Reporter

Minister fordern von Iran Freilassung deutscher Reporter

AFP VOM 30.1.2011 | Nachrichten - Allgemein | 722 Aufrufe
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Iran, Journalisten

Appell von Politikern aus Bund und Ländern

Die Justizminister von Bund und Ländern haben den Iran zur Freilassung der beiden seit 16 Wochen inhaftierten deutschen Reporter aufgefordert. Sie "appelliere an die iranische Regierung, die seit dem 10. Oktober inhaftierten Journalisten umgehend frei zu lassen und ihnen die Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen", sagte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) der Zeitung "Bild am Sonntag", für welche die beiden Journalisten zum Zeitpunkt ihrer Festnahme recherchiert hatten. Was die fast viermonatige Haftzeit für die beiden Männer bedeute, sei "nur schwer vorstellbar", fügte sie hinzu.

In einem von der Zeitung veröffentlichten gemeinsamen Appell riefen Leutheusser-Schnarrenberger und ihre 16 Länderkollegen den Iran auf, "internationale Standards und rechtliche Verpflichtungen einzuhalten". Die Vorsitzende der Justizministerkonferenz der Länder, Angela Kolb (SPD) aus Sachsen-Anhalt, sagte dem Blatt, die Pressefreiheit müsse "überall auf der Welt Gültigkeit haben", und forderte eine Haftentlassung als "Geste der Humanität".

Der saarländische Justizminister und Ministerpräsident Peter Müller (CDU) sagte der "Bild am Sonntag", die "Freiheit der Berichterstattung" sei "eines der Fundamente des demokratischen Staats". Für den hessischen Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) wäre die Freilassung der Journalisten "ein Signal des Irans, dass er sich nicht gänzlich von den Grundprinzipien der Menschenrechte verabschiedet hat". Ein Sprecher des Auswärtigen Amts bekräftigte gegenüber der Zeitung, das Ministerium setze sich "mit unvermindertem Nachdruck" für die Freilassung der Gefangenen ein.

Die beiden Reporter waren am 10. Oktober im nordwestiranischen Tabris festgenommen worden, als sie versuchten, den Sohn der Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani zu interviewen. Sie war zuvor wegen Mordes und Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilt worden. Den beiden Männern wurde vorgeworfen, ohne entsprechendes Visum als Journalisten gearbeitet zu haben.

30.01.2011 - 13:31 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010

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