Minderjährige und Verträge

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Vertragsrecht Rubrik, Minderjährige, Geschäftsunfähige, Taschengeld, Verträge

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Volljährigkeit des Kindes

Wenn das Kind volljährig ist, dann kann es uneingeschränkt die Vertragsfreiheit des Zivilrechts nutzen. In diesem Moment endet der gesetzliche Schutz und wird zugunsten der Reife aufgegeben.

Es kann allerdings auch sein, dass der Heranwachsende noch vor der Volljährigkeit einen Vertrag ohne die Zustimmung seiner Eltern geschlossen hat. In diesem Fall müsste eine nachträgliche Genehmigung der Eltern erfolgen. Tritt in diesem Schwebezustand die Volljährigkeit ein, so sieht das Gesetz vor, dass der nunmehr Vollgeschäftsfähige den Vertrag selber genehmigen kann. Ist dieser allerdings zu dem Schluss gekommen, dass das Geschäft doch nicht die erwarteten Vorteile bringt, so ist er in der Lage, diese Genehmigung selbst zu verweigern, wodurch der Vertrag unwirksam wird! Obwohl der Vertrag ursprünglich gewollt war, sieht das Gesetz diese Möglichkeit vor.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Minderjährige und Verträge
Seite  2:  Geschäftsunfähige Kinder
Seite  3:  Beschränkt geschäftsfähige Kinder
Seite  4:  Die Sache mit dem Taschengeld - § 110 BGB
Seite  5:  Kauf von Tieren
Seite  6:  Berufstätige und selbständige Minderjährige
Seite  7:  Volljährigkeit des Kindes
Seite  8:  Beispiel: Kaufvertrag eines geschäftsunfähigen Kindes
Seite  9:  Beispiel: Kaufvertrag eines beschränkt geschäftsfähigen Kindes
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