Minderjährige und Verträge

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Vertragsrecht Rubrik, Minderjährige, Geschäftsunfähige, Taschengeld, Verträge

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Geschäftsunfähige Kinder

Nur volljährige Menschen können die Vertragsfreiheit nutzen und uneingeschränkt Verträge abschließen. Minderjährige, die noch nicht das siebte Lebensjahr vollendet haben, dürfen gar keine Verträge begründen und werden deshalb als "geschäftsunfähig" bezeichnet.
Diese Einschränkung ist unabhängig von der geistigen Entwicklung des Kindes. Auch ein sehr weit entwickeltes Kind, das erst sechs Jahre alt ist, kann aus rechtlicher Sicht keinen wirksamen Kaufvertrag über eine Tafel Schokolade abschließen.
In diesem Altersabschnitt ist der Schutz des Kindes besonders groß. Es soll vermieden werden, dass sich Kinder durch Verträge verpflichten, an die sie jahrelang gebunden sind. Ebenfalls soll vermieden werden, dass Eltern für die Geschäfte des Minderjährigen einstehen müssen.

Die Geschäftsunfähigkeit des Kindes endet mit dem Beginn des siebten Geburtstages um 0 Uhr.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Minderjährige und Verträge
Seite  2:  Geschäftsunfähige Kinder
Seite  3:  Beschränkt geschäftsfähige Kinder
Seite  4:  Die Sache mit dem Taschengeld - § 110 BGB
Seite  5:  Kauf von Tieren
Seite  6:  Berufstätige und selbständige Minderjährige
Seite  7:  Volljährigkeit des Kindes
Seite  8:  Beispiel: Kaufvertrag eines geschäftsunfähigen Kindes
Seite  9:  Beispiel: Kaufvertrag eines beschränkt geschäftsfähigen Kindes
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