Ortsübliche Vergleichsmiete

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Welches ist die angemessene Miethöhe für ein bestimmtes Objekt? Nicht selten wird dies unter Berücksichtigung der ortsüblichen Vergleichsmiete festgelegt.

Eine Miete ist dann ortsüblich, wenn sie dem Mietpreis einer Wohnung von vergleichbarer Ausstattung, Beschaffenheit und Lage am Ort oder einer vergleichbaren Gemeinde entspricht.

Eine Anlehnung an derartige Mieten darf allerdings nur dann erfolgen, wenn diese in den letzten vier Jahren festgelegt oder erhöht wurden. Somit wird die Anpassung an die aktuelle Mietsituation gewährleistet.

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Der Vermieter kann die Miethöhe, wenn diese sich korrekt anhand der ortsüblichen Vergleichsmiete errechnet, gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzen. Die ortsüblichen Vergleichsmieten werden in Mietpreistabellen zusammengefasst, den sogenannten "Mietspiegeln".

Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete: Enthält der Vertrag eines bestehenden Mietverhältnisses keine Vereinbarungen bezüglich steigender Miete, muss der Mieter einer Mieterhöhung zustimmen, damit diese wirksam wird. Der Mieter ist zur Zustimmung der Mieterhöhung verpflichtet, wenn

  • die Miete seit einem Jahr unverändert war (abgesehen von Nebenkosten)
  • die Miete die ortsübliche Vergleichsmiete nicht übersteigt
  • die Miete sich in den letzten drei Jahren nicht um mehr als 30% erhöht hat.

Die Mieterhöhung muss durch den Vermieter schriftlich begründet und unterschrieben werden. Es muss ersichtlich sein, inwiefern die erhöhte Miete der ortsüblichen Vergleichsmiete entspricht. Dies kann durch ein Sachverständigengutachten, drei zitierte Vergleichswohnungen oder durch Verweis auf den Mietspiegel geschehen. Die Zustimmungsfrist des Mieters beträgt zwei Monate.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Die richtige Miethöhe
Seite  2:  Ortsübliche Vergleichsmiete
Seite  3:  Der Mietspiegel
Seite  4:  Mietwucher
Seite  5:  Mieterhöhung
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