Meuterei in mexikanischem Gefängnis nach Vorwürfen gegen Chefin
AFP VOM 27.7.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 1251 Aufrufe Mehr zum Thema:Gefängnis, Meuterei
Direktorin soll Insassen für Auftragsmorde engagiert haben
In einem mexikanischen Gefängnis, dessen Direktorin nach Behördenangaben Insassen als Auftragsmörder eingesetzt hat, hat es am Montag eine Meuterei gegeben. Dutzende Gefangene stiegen auf die Dächer der Haftanstalt und protestierten gegen ein am Sonntag verhängtes Besuchsverbot, wie Angehörige der Insassen der Nachrichtenagentur AFP in Gomez Palacio sagten. Die Gefangenen forderten zudem die Rückkehr der Direktorin und protestierten gegen die mögliche Verlegung von Häftlingen. Vor dem Gefängnis in Gomez Palacio im nördlichen Bundesstaat Durango protestierten gleichzeitig Freunde und Verwandte der Häftlinge gegen das Besuchsverbot. Polizisten und Soldaten hielten die Demonstranten außerhalb des Gefängnisses in Schach.
Die Behörden hatten das Besuchsrecht am Sonntag ausgesetzt, nachdem die Gefängnisdirektorin verhaftet worden war. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll sie Häftlinge bewaffnet und als Auftragsmörder eingesetzt haben. Seit Februar töteten diese Häftlinge demnach wahrscheinlich 35 Menschen in der Stadt Torreón im benachbarten Bundesstaat Coahuila. Ermittler hatten herausgefunden, dass die Opfer mit Dienstwaffen der Gefängniswärter erschossen worden, waren. Nach Behördenangaben handelte es sich um Auftrags-Rachemorde im Drogenmilieu.
27. Juli 2010 - 01.44 Uhr
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