Merkel stellt Hebammen Gespräche in Aussicht
AFP VOM 3.7.2012 | Nachrichten - Allgemein | 1102 Aufrufe Mehr zum Thema:Hebammen, Berufshaftpflicht
Bahr soll Vertreterinnen ins Kanzleramt einladen
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem Berufstand der Hebammen neue Gespräche über die ab 2012 steigende Berufshaftpflicht in Aussicht gestellt. "Ich glaube, dass es gemeinsames Ziel ist, Hebammen als Berufsgruppe zu erhalten", sagte Merkel bei einem Treffen mit 20 Teilnehmern des Online-Bürgerdialogs im Kanzleramt in Berlin. Sie werde Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) vorschlagen, Vertreterinnen des Berufstands bis September erneut zu Gesprächen ins Kanzleramt einzuladen.
Die Vorsitzende des Verbands Hebammen für Deutschland, Nitya Runte, hatte sich in dem Gespräch über die finanzielle Belastungen durch den Anstieg der Versicherungsprämien beklagt und vor einem Verschwinden des Berufstandes gewarnt. Merkel betonte, sie glaube, "dass es gemeinsames Ziel ist, Hebammen als Berufsgruppe zu erhalten". An dem ersten Gespräch im Kanzleramt will Merkel nicht teilnehmen. Solle dann aber "noch nicht alles gelöst sein, bin ich beim übernächsten Mal wieder dabei", sagte die Kanzlerin.
Die Kanzlerin diskutiert seit einigen Monaten mit Bürgern über Fragen des künftigen Zusammenlebens in Deutschland. Neben Bürgerdialogen in Erfurt, Heidelberg und Bielefeld wurde die Diskussion auch im Internet geführt. 1,7 Millionen Menschen besuchten nach Angaben Merkels die Internetplattform, mehr als 11.000 Vorschläge wurden eingereicht.
An dem heutigen Gespräch im Kanzleramt nahmen 20 Bürger teil, deren online vorgebrachte Vorschläge von den Teilnehmern die meisten Stimmen erhielten oder von Experten ausgewählt wurden. Eine breite Themenpalette stand zur Diskussion: Unter anderem ging es um die Finanzierung der Erfüllung des Kinderwunsches, die Errichtung eines einheitlichen Wiedervereinigungsdenkmals, Forderungen nach einer "offenen Diskussion über den Islam" und das gesetzliche Verbot des Missbrauchs von Tieren.
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