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Merkel fordert Konsequenzen aus tödlichem S-Bahn-Angriff

AFP VOM 18.9.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 1987 Aufrufe
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Kanzlerin: Mehr Polizeipräsenz prüfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat gefordert, Konsequenzen aus dem tödlichen Angriff von zwei Jugendlichen auf einen Geschäftsmann an einer Münchner S-Bahnstation zu ziehen. "Wir dürfen Menschen, die Zivilcourage zeigen, nicht alleine lassen", sagte Merkel vor Journalisten. Der Staat müsse die öffentliche Sicherheit garantieren und sich nun mit der "Frage von mehr Polizeipräsenz auf solchen Bahnhöfen und auch einer umfassenden Videoüberwachung befassen". Nach dem Vorfall könne nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden.

Zwei 17 und 18 Jahre alte Jugendliche hatten am vergangenen Samstag einen Geschäftsmann durch Tritte und Schläge so schwer verletzt, dass er kurz darauf starb. Der Mann hatte sich schützend vor vier 13- bis 15-Jährige gestellt, weil die zwei Angreifer von diesen Geld erpressen wollten. Das Verhalten des Getöteten sei eine "sehr mutige Handlung" gewesen, die "unsere höchste Anerkennung erfordert", sagte Merkel.

Der Forderung nach einer Strafverschärfung für Jugendliche erteilten Merkel und der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier im SWR eine Absage. Steinmeier fügte hinzu: "Das Strafrecht muss in seiner vollen Härte angewendet werden. Der Ruf nach einer Verschärfung ist schnell bei der Hand, hilft aber nicht."

18. September 2009 - 14.49 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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